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Rückblick 2025 – Torsten Sarfert

10/01/26
von Torsten Sarfert

Rückblick 2025 - Torsten Sarfert

Torsten Sarfert – Redakteur
Dabei seit: März 2022

Wahrscheinlich aus sentimentalen Gründen habe ich 2025 viel R.E.M. gehört. Dabei erfuhr natürlich ein Song traurige Aktualität: «It’s the End of the World as We Know It (And I Feel Fine)». Genauso wie der Song das Gefühl beschreibt, in einer Welt voller Chaos und Umbruch zu leben und darin eine paradoxe Ruhe und Akzeptanz zu finden, fühlte ich mich aus gegebenen Anlässen oft im vergangenen Jahr.

Zu diesen weitgehend transzendentalen Gemütszuständen hätte ich allerdings ohne die musikalischen Highlights, die ich durch ARTNOIR erleben durfte, nie gelangen können. Dafür bin ich einmal mehr dem gesamten Team wie auch allen Artists, Konzertveranstalter:innen, Promoagenturen und natürlich euch, den Leser:innen sehr dankbar.

Hier also, ohne gross drumherum zu labern, kurz und knackig meine jeweiligen Top 3 aus 2025. Ich hoffe, sie lösen – wenn auch bei vergangenen Konzerten nur retrospektiv möglich – ähnlich gute Gefühle bei euch aus.

Happy new year (and heaps of reasons to feel fine)!

I. Konzert
1) Counting Crows – Volkshaus Zürich
Dass die Band, die bereits Anfang der 90er mit ihrem Debüt-Album ihren grössten Erfolg feierte, 2025 aus dem Stand für international ausverkaufte Häuser sorgte, überraschte wohl nicht nur die Fans, sondern auch die Band selbst. Die Konzerte von Adam Duritz und Co. überzeugten so sehr, dass schon 2026 die nächsten europäischen Termine gebucht wurden. In deutlich grösseren Hallen. Watch out!
2) Buster Shuffle & The Drowns – Werk 21
Punk, Ska & Rock’n’Roll, einmal quer durch bestgelauntes, generationsübergreifendes Publikum gezogen und fertig ist der perfekte Konzertabend. Im Werk 21 ist man mittendrin, statt nur dabei – so muss das sein.
3) Patti Smith – X-TRA
Die Godmother of Punk – unvergleichlich und unbeschreiblich gut.

II. Album
1) Counting Crows «Butter Miracle, The Complete Sweets!»
Es gab noch nie ein schlechtes Album der Crows – nur grossartige. So auch 2025.
2) The Saints «Long March Through The Jazz Age»
Saints-Sänger & Songschreiber Chris Bailey bekam die Veröffentlichung dieses Albums leider nicht mehr mit. Das beeindruckende Vermächtnis der laut Nick Cave «besten Band Australiens».
3) Dubmones – Same
Ramones-Songs im Off-Beat – Punk meets Reggae. Hey-ho – let’s go! Das wohl spannendste Album des Jahres.

III. Song
1) The Devil Makes Three «Hard Times»
«They’ll charge you dollars / While they’re paying you in dimes / When they said it was going to trickle down / You know that they were lying / It’s hard times.»
Kein Song beschrieb 2025 die Sorgen des kleinen Mannes besser als dieser. Ein zeitloser Instant-Classic, des Portland-Trios, der auch aus der Feder von Woody Guthrie stammen könnte. Ganz gross – wie das gesamte Album.
2) Vandoliers «Life Behind Bars»
Cowpunk-Empowerment aus Texas: Trans-Frontfrau Gin-ee Rose singt sich frei und zeigt dem reaktionären Country-Genre beide Mittelfinger.
3) Daisychain «G-String»
Das female-fronted Trio aus Chicago mit einem Song zwischen Bangles, Pretenders und Blondie, der abgeht wie Schmidt’s Katze. Und das mit selbstironischer Pussy-Power!

IV. Buch
John Robb – «GOTH»
Das Standardwerk für alle ARTNOIR-Leser:innen und solche, die es werden wollen. No excuses!

V. Film
«Springsteen: Deliver Me from Nowhere»
2025 war mit über zwei Dutzend live-Konzerten, dem opulenten «Tracks II – The Lost Albums», der deutschen Übersetzung des Buchs «Tonight In Jungleland: The Making Of Born To Run» und der erweiterten Wiederveröffentlichung des Kult-Albums «Nebraska ’82: Expanded Edition» (dessen Entstehungsgeschichte übrigens Grundlage des Film-Drehbuchs ist) das wohl omnipräsenteste Jahr vom Boss jemals. Und wer Bruce nach diesem Film immer noch für ein Abziehbild eines lärmigen, hemdsärmeligen US-amerikanischen Stadion-Patrioten hält, dem ist nicht mehr zu helfen. Alle anderen kaufen sich mindestens «Nebraska» auf Vinyl und einen Plattenspieler. Falls nicht ohnehin schon längst geschehen.


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