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Rückblick 2025 – Madeleine Fuhrer

09/01/26
von Madeleine Fuhrer

Rückblick 2025 - Madeleine Fuhrer

Madeleine Fuhrer – Redakteurin
Dabei seit: Juli 2016

Das Jahr 2025 hatte einen wundervollen Auftakt mit Siamese. Diese dänische Band kannte ich vorher nicht. Im Herbst zuvor war ich bei einem Konzert von Chaosbay (DE) und sie erwähnten dort, dass sie im Januar 2025 gemeinsam mit Siamese im Sedel in Luzern spielen würden. Also hörte ich mir diese im Vorfeld an und war sofort verliebt in ihre Musik. Entsprechend gross war meine Vorfreude auf diesen Abend mit diesen beiden Bands. Doch auch die Dritten im Bunde, Cold Culture (DK), nahm ich als spannenden Musiktipp mit.

Songs, die ich in meine Playlist aufgenommen habe:
Siamese – „Chemistry“, „The Shape Of Water“, „Predator“, „Erase My Mind“
Chaosbay – „Money“, „Maniac In The Mirror“, „Message In A Bottle“
Cold Culture – „Cold“, „Low“

Für den Februar stand The Halo Effect auf dem Programm – eine Band, der ich im Laufe des Jahres 2025 tatsächlich noch mehrfach begegnen sollte. Schwedischer Melodic Death Metal in Reinform, so habe ich es auch in meinem Bericht beschrieben. Und jedes einzelne Mal hinterliessen sie bei mir denselben nachhaltigen Eindruck. Klanglich auf höchstem Niveau, dazu ein Frontmann wie Mikael Stanne, der mit seiner charismatischen Bühnenpräsenz und einer spürbar dankbaren Haltung überzeugt. Ebenfalls Teil des Abends waren Pain, die ich bereits einige Male live erleben durfte. Und auch dieses Mal wussten sie wieder bestens zu unterhalten. Besonders Frontmann Peter Tägtgren zieht mit seiner markanten, ausdrucksstarken Performance die Aufmerksamkeit aller auf sich und verleiht den Songs eine ganz eigene Intensität.

Musikalische Empfehlungen:
The Halo Effect – „Day Of The Lost“, „We Are Shadows“
Pain – „Coming Home“, „Have A Drink On Me“, „Party In My Head“

Das erste persönliche musikalische Highlight folgte im März mit Architects – zugegeben, einer meiner absoluten Favoriten zurzeit. Schon beim letzten Mal war ich begeistert von ihrem Auftritt und der Show, und auch dieses Mal waren sie einfach grandios. Metalcore gefällt mir allgemein sehr gut, die Kombination aus gutturalem und klarem Gesang, das Filigrane gepaart mit wuchtigen Breakdowns: einfach genial. Besonders faszinieren mich dabei immer wieder die Growls. Architects kamen dieses Mal mit deutlich weniger LEDs aus – eigentlich mit einem sehr schlichten Stage-Setup. Doch gerade das machte die Show und die Präsenz der Band umso eindrucksvoller.

Lieblingssongs: „Animals“, „Impermanence“, „Curse“, „Dead Butterflies“, „Flight Without Feathers“

Sehr empfehlenswert ist ausserdem das wundervolle Album „For Those That Wish To Exist At Abbey Road“, das Architects gemeinsam mit einem Orchester in den Abbey Road Studios aufgenommen haben – absoluter Hammer, wie ich persönlich finde.

Im April konnte ich mir endlich eine Band live ansehen, die mich schon länger interessierte, bei der es bisher aber nie geklappt hatte: Catch Your Breath, eine tolle Alternative-Metal-Band aus den USA. Zwei weitere Bands waren ebenfalls mit am Start und auf eine davon freute ich mich ebenso, nämlich Of Virtue. Auch sie tauchten schon länger in meiner Playlist auf. Solche Kombinationen finde ich immer wieder super, quasi zwei Fliegen mit einer Klappe. Und ich muss sagen: Catch Your Breath waren auch live sehr, sehr stark. Qualitativ hervorragend, sowohl musikalisch als auch stimmlich. Ich würde sie mir jederzeit wieder ansehen. Für mich war dieses Konzert zudem eine dankbare Pause von all dem, was in dieser Zeit sonst noch um mich herumschwirrte.

Meine musikalischen Favoriten:
Catch Your Breath – „21 Gun Salute“, „Dial Tone“, „Savages“, „Ghost Inside The Shell“
Of Virtue – „Cold Blooded“, „Sinner“, „Cut Me Open“

Danach folgte eine grössere und längere ARTNOIR-Pause. Musikalisch wurde es aber keineswegs weniger spannend oder leiser – einfach anders.

Mit einem weiteren interessanten Konzert startete ich schliesslich wieder in die Schreibsaison. Obwohl ich die Musik des Künstlers zuvor nicht intensiv kannte und mir vor allem der Name ein Begriff war, war ich sehr gespannt auf die Show von Yungblud. Und wow – dieser Junge hat eine Präsenz, wie ich sie schon lange nicht mehr gesehen hatte. Dazu kommt seine scheinbar unbändige Energie, die mit viel Sexyness unterstrichen wurde. Doch das lenkte keineswegs von seiner stimmlichen Glanzleistung ab. Ich war absolut begeistert. Die Stimmung war von Anfang bis Schluss auf höchstem Level. Ein ganz besonderes Highlight war seine Interpretation des Ozzy-Osbourne-Songs „Changes“ – Gänsehaut!

Danach landeten folgende Songs in meiner Playlist: „Zombie“, „Hello Heaven, Hello“

Der Herbst ist bekanntlich die Hochsaison für Livekonzerte und so entstand von Ende Oktober bis Anfang Dezember ein kleiner Schreibmarathon. Ein sehr, sehr cooler.

Das Kick-off dazu gab das Konzert rund um Orbit Culture. Das gesamte Line-up des Abends war begeisternd. Den Anfang machten Atlas – absolut empfehlenswert, sich diese Jungs anzuhören und live anzusehen. Gefolgt von Gaerea, einer sehr interessanten Band mit portugiesischen Wurzeln. Mysteriös mit ihren Masken, musikalisch eher progressiv, live fast schon elegant – besonders die Gestik des Leadsängers. Orbit Culture entfachten anschliessend das Feuer endgültig. Ich war hin und weg von der grossartig arrangierten Lichtshow und ebenso begeistert von der musikalischen Wucht.

Absoluter Lieblingssong des Abends: „Death Above Life“

Der nächste Konzertbesuch war stark von der Frühlingspause inspiriert. Der Name war mir bereits bekannt, doch so richtig auf dem Schirm hatte ich die Band bisher nicht: From Fall To Spring aus Deutschland. Ausserdem war ich schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr im Exil in Zürich. Für die kleine Bühne war die Show und Präsenz der Zwillinge fast zu gross. Sie hinterliessen ein begeistertes Publikum. Eine insgesamt tolle Band, besonders für Fans von Metalcore. Nicht zuletzt erhielten sie durch ihre Teilnahme an der deutschen ESC-Vorausscheidung einen enormen Popularitätsschub.

Meine Songtipps hier: „Control“ und „Take The Pain Away“

Der darauffolgende Ausflug nach Zürich zählt zu meinen absoluten All-Time-Favorites. Und sie sind einfach jedes Mal aufs Neue der Hammer – zumindest für mich. Eine Band, die mich schon lange begleitet und die ich eigentlich nie auslasse, wenn sie in die Schweiz kommt: Halestorm. Wer die Band kennt, braucht kaum weitere Worte. Die absolute Hammerstimme von Lzzy Hale, kombiniert mit einer Bühnenpräsenz voller Herzblut und Sympathie. Sehr interessant und witzig war auch die Vorband: Bloodywood aus Indien – indischer Metal war für mich bis dahin völliges Neuland. Hört da unbedingt mal rein.

Lieblingssongs (Auswahl): „Love Bites“, „I Miss The Misery“, „Freak Like Me“, „Familiar Taste Of Poison“, „I Am The Fire“, „The Steeple“

Obwohl es die Band schon länger gibt, würde ich The Plot In You als eine meiner persönlichen Neuentdeckungen 2025 bezeichnen. Wahrscheinlich durch einen Tipp einer guten Freundin oder einfach durch den Shuffle-Modus. Wie auch immer, es wurde ein Wahnsinnsabend mit einem sehr starken Line-up. Mit dabei waren auch Currents, auf die ich mich sehr freute. Saosin sagten mir zu dem Zeitpunkt nicht viel und trafen musikalisch nicht ganz meinen Geschmack. Umso mehr überraschten mich Cane Hill, sowohl durch ihre Präsenz in meiner Playlist als auch durch ihren starken Live-Auftritt.

Meine Empfehlungen:
The Plot In You – „The One You Loved“, „Face Me“, „Rigged“, „All That I Can Give“, „Don’t Look Away“
Currents – „Over And Over“, „Bad Luck“, „Better Days“, „It Only Gets Darker“

Bei der nächsten Band war ich besonders in einen Song verliebt: „As Above, So Below“. Als ich dann sah, dass Ariana im KiFF spielten, war die Entscheidung schnell gefallen. Und ich war sehr glücklich darüber, denn manchmal bekommt man an solchen Abenden grossartige Neuentdeckungen quasi gratis dazu. Atena kannte ich zumindest vom Namen her schon, Diamond Construct hingegen waren mir neu. Die Australier überzeugten mich mit ihrer enormen Energie auf der Bühne und waren sehr spassig anzusehen und zu hören. Mein Highlight des Abends blieb jedoch Ariana. Ihre Show fesselte mich komplett. Alle Bandmitglieder trugen Masken, nur der Leadsänger nicht. Die Inszenierung war faszinierend – licht- und showtechnisch genial, und das auf einer so kleinen Bühne. Das werde ich definitiv weiterverfolgen.

Empfehlung: „As Above, So Below“, ausserdem „Anomaly“

Im November folgte eine weitere Begeisterung. Ich fand mich erneut im KiFF ein – diesmal für Caskets. So viel Wärme strahlte von der Bühne und die Interaktion mit dem Publikum war durchgehend berührend. Für mich gehören zu den grössten Live-Highlights immer auch Songs, die man schon lange hört und dann endlich live erlebt. Im Vorprogramm spielten The Word Alive, wobei mir der Name zunächst gar nicht mehr so präsent war, doch als der eine oder andere Songs erklang, kam die Erinnerung sofort.

Caskets-Lieblinge: „Signs“, „The Only Heaven You’ll Know“, „One More Time“, „Glass Heart“
The Word Alive-Favoriten: „One Of Us“, „New Reality“, „Hate Me“, „Wonderland“

Bei Annisokay war es ähnlich: Erst verliebt in einen Song, dann tiefer eingetaucht – und mittlerweile ein absolutes Must-See. Mit jedem Auftritt wurden sie für mich stärker, besonders was ihre Live-Präsenz angeht. Nach dem Wacken-Festival nun auch in Zürich im Dynamo einfach top. Auch die Vorbands The Narrator und Our Promise begeisterten live enorm.

Most-Wanted-Songs:
Annisokay – „Human“, „Ultraviolet“, „Coma Blue“, „Like A Parasite“, „Good Stories“
Our Promise – „The Worst“, „Stay Away“, „Human Lips“, „Evoke“, „Hijack“
The Narrator – „Frontier“, „No Cure“, „Lucid“, „Breach“

Auf Avralize freute ich mich besonders, da ich sie bereits auf einem Festival für mich entdeckt hatte. Accvsed hingegen kannte ich bis dahin noch nicht, doch sie überraschten mich positiv beim Auftritt im Xtra Musikcafé. Avralize war einfach wunderschön anzusehen und zu hören. Mit einer grossen Leichtigkeit und Spielfreude kombinierten sie verschiedenste Einflüsse zu einem spannenden, stimmigen Gesamtbild.

Empfehlungen: „Canvas“, „Wanderlust“

Fast der Abschluss meiner Konzertbesuche – und aktuell mein persönlicher musikalischer Favorit – waren Bad Omens. Das wird man aus den folgenden Zeilen und in meinem Konzertbericht unschwer erkennen. Neben vielleicht einer Handvoll anderer Metalcore-Bands gehören sie für mich derzeit zu den meistgehandelten Acts. Ihre Wandlung in den letzten Jahren ist bemerkenswert und wirkt dabei sehr organisch. Ihre Musik begeistert und berührt mich seit dem ersten Hören durchgehend. Die Präzision der Band ist schlicht faszinierend – besonders live. Ebenso bemerkenswert war ihre Show, diesmal sogar noch eindrucksvoller als bei ihrem letzten Schweiz-Besuch. Die gesamte Inszenierung fühlte sich wie ein einziges Bad aus Emotionen an, und das nicht nur musikalisch, sondern auch visuell. Show- und lichttechnisch liess die Band keine Wünsche offen. Ein rundum grandioses Gesamtpaket. Bad Omens waren 2025 wohl die meistgehörte Band in meiner Playlist. Bilmuri konnten mich als Support leider erneut nicht überzeugen, The Ghost Inside hingegen sehr wohl.

Gespeichert:
The Ghost Inside – „Wash It Away“, „Safe And Sound“
Bad Omens – „Dethrone“, „The Death Of Peace Of Mind“, „Glass Houses“, „Artificial Suicide“, „What Do You Want From Me?“, „Left For Good“, „Specter“ (und viele mehr)

Den absoluten Abschluss bildete das Konzert von Of Mice & Men im Kofmehl. Zuvor begeisterten mich Ghostkid, die ich live erstmals sah. Of Mice & Men überzeugten musikalisch wie auch showtechnisch. Das einzige, was mich irritierte, war, dass sie zwischen jedem Song eine Pause einlegten, jedoch ohne grosses Zwischenspiel. Ob das ihre Art ist oder tourbedingt, bleibt offen. Trotzdem ein grossartiger Abend.

Faves:
Of Mice & Men – „Cast Away“, „Anchor“
Ghostkid – „Heavy Rain“, „Supernova“

Das war mein ARTNOIR-Konzertjahr 2025. Ich freue mich sehr auf das kommende Jahr und auf die bereits geplanten Highlights 2026.

Zum Schluss möchte ich noch ein grosses Dankeschön aussprechen – denn natürlich passiert auch unglaublich viel im Hintergrund. Ein besonderer Dank gilt den ARTNOIR-Menschen, die all das möglich machen (von der Möglichkeit an sich, bis hin zu den Akkeditierungen), unsere Texte und Fotos weiterverarbeiten und veröffentlichen. Vielen Dank für eure Unterstützung und eure unermesslich tolle Arbeit.

Und ein grosses Dankeschön an das gesamte ARTNOIR-Team für alles – für die gemeinsamen Momente und auf viele weitere, die noch folgen werden.


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