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The Beths – Straight Line Was A Lie

27/08/25
von Michael Messerli

The Beths - Straight Line Was A Lie

ANTI-Records / VÖ: 29. August 2025 / Indie
thebeths.com

Text: Michael Messerli

Der Titeltrack von «Straight Line Was A Lie» setzt zum Einstieg den thematischen Rahmen. Denn der ist rund und das macht Elizabeth Stokes clever: «I thought I was getting better/ But I’m back to where I started/ And the straight line was a circle/ Yeah the straight line was a lie». Der ganze Text wird weitere zweimal wiederholt und genau so dreht man sich im Kreis. Verbunden mit dem Zweifel, ob man es schafft, immer wieder von vorne zu beginnen. Unterstützt wird sie gesanglich gleich von Beginn weg von der ganzen Band. Während die Backing Vocals seit jeher eines der Trademarks von The Beths sind, werden sie selten so eingesetzt wie hier: Alle gleichzeitig in der gleichen Stimmlage. Auch das ein Zeichen, es wird Stokes in ihrer Krise in jeder Hinsicht der Rücken gestärkt – und das hier ist kein Soloprogramm. Das folgende «Mosquitoes» unterstreicht, was für eine herausragende Texterin Stokes ist. «Straight Line Was A Lie» beginnt stark.

Stokes versucht gar nicht erst, sich im Selbstmitleid zu suhlen. Dafür ist ihr Songwriting auch musikalisch zu variabel und dafür waren The Beths noch nie die richtige Band. Die Single «No Joy» funktioniert am besten im Albumkontext und wenn man ihren selbstironischen Blick berücksichtigt. Die gedämpfte Emotionslosigkeit, welche Antidepressiva mit sich bringen, so zu vertonen, ist als Ergänzung zum Opener nicht nur clever, sondern sogar bemerkenswert. Allein schon deshalb, weil das Schreiben von Songs unter diesen Umständen eine neue Herausforderung darstellte. «Metal» macht dann zum ersten Mal klar, dass The Beths auch ihren Sound erweitert haben. Was die Gitarren betrifft, aber auch was Schlagzeug sowie Perkussionen angeht. «Mother, Pray For Me» schliesst die erste Albumhälfte etwas zu brav ab, läutet aber eine noch bessere zweite ein.

«Til My Heart Stops» nimmt erneut den roten Faden auf, endlich wieder Dinge intensiv spüren zu wollen. Dieses Mal ohne Humor, dafür umso eindringlicher. Warum das Quartett aus Neuseeland eine konstant tolle Indieband ist, stellt es mit «Take» unter Beweis. An dieser Ernsthaftigkeit kommt man ebenso wenig vorbei wie am grandios produzierten und arrangierten «Ark Of The Covenant», das sicher auch die Decemberists gerne hingekriegt hätten – es ist der textliche Höhepunkt von «Straight Line Was A Lie». Dazwischen schleicht sich das Liebeslied «Roundabout» ein und mit ihm eine weitere Bestätigung, dass das vierte Album von The Beths trotz der schweren Themen spielerisch Licht hereinlässt. So überrascht es auch nicht, dass es mit dem zwar nachdenklichen, aber trotzdem hoffnungsvoll klingenden «Best Laid Plans» endet. Und man es gleich wieder von vorne abspielt, weil: «Straight Line Was A Lie».

Eingeordnet unter Musik-Rezension Schlagworte: Indie, Michael Messerli, Straight Line Was A Lie, The Beths

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