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Ploho – Pyl

20/09/19
von JHG Shark

Ploho - PylBand: Ploho
Album: Pyl (Пыль / Dust)
Genre: New Wave / Post-Punk

Label: Sierpien
VÖ: 30. August 2019
Webseite: plohoband.com

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Ploho ist eine russische Band aus Nowosibirsk, sie wurde 2013 gegründet. Es entstanden drei Alben, mehrere EPs und über zehn Singles. Die Band gab in über 30 Städten Konzerte und im nächsten Monat wird das Trio für vier Konzerte in Deutschland zu Gast sein. Das aktuelle Album „Pyl“ erschien im April, eine neue Auflage mit den englischen Übersetzungen der Songtitel und den Credits wurde Ende August veröffentlicht.

Der erste Song „Zakladka“ verbreitet eine angenehme Stimmung, die durch das laid-back Spiel auf der Gitarre akzentuiert wird. Mit dem gefühlvollen, hallenden Gesang in Russisch entsteht ein perlender New Wave Song. „Stroitelniy Kran“ klingt strenger und bestimmter, das Zusammenspiel von dem Drum Pattern mit dem Bass ist erstklassig arrangiert, und die repetierende Synthesizer-Melodie im zweiten Teil ist wie das Sahnehäubchen. Eine melancholische Stimmung steht bei „Gorkiy Opyt“ im Mittelpunkt, die wunderbaren Gitarren-Licks nach den Gesangszeilen geben dem Song Tiefe und Charakter.

Mit „Vlast“ liefert die Band einen Ohrwurm ab, der Song hat das Potenzial zu einem Clubhit. Der zackige Beat wird von einem hübschen Synthesizer-Arpeggio begleitet, dazu kommen ein melodiöses Spiel auf vier Saiten und Einschübe von Gitarren-Melodien. Der grandiose Gesang macht daraus einen fabelhaften New Wave Song. Der schleppende Rhythmus bei „Moskva“ hat einen persischen Einschlag und im Hintergrund murmelt eine Hammondorgel. In Kombination mit den Saxophon-Klängen entsteht ein ungewöhnlicher Song.

Beim titelgebenden Song „Pyl“ gefällt mir das filigrane Gitarrenspiel und der Klang der Stimme. Ich habe bis jetzt noch nie über ein Album geschrieben, bei dem alle Texte in russisch gesungen sind. Ich finde die Sprache gibt den Songs eine besondere Note, wie zum Beispiel in „Moya Pamyat“. Musikalisch schwebt der Track irgendwo zwischen New Wave und intelligenten dunklen Pop. „Vera V Prekrasnoe“ besteht aus einer pumpenden Kombination aus Drumcomputer, Bassline und feinfühligen Gitarrenklängen. Mit „Pustota“ beweisen die Musiker, dass sie auch mit schwermütigen Arrangements umgehen können.

Das Album „Pyl“ von Ploho aus Nowosibirsk ist ein anregender Cocktail aus New Wave, Cold Wave und Post-Punk.

Tracklist:
1. Zakladka (Закладка / The Stash)
2. Stroitelniy Kran (Строительный кран / Construction Crane)
3. Gorkiy Opyt (Горький опыт / Bitter Experience)
4. Vlast (Власть / Authority)
5. Moskva (Москва / Moscow)
6. Pyl (Пыль / Dust)
7. Moya Pamyat (Моя память / My Memory)
8. Vera V Prekrasnoe (Вера в прекрасное / Faith In The Beautiful)
9. Pustota (Пустота / Emptiness)

Bandmitglieder:
Victor Uzhakov – Gesang und Gitarre
Andrey Smorgonskii – Bass
Igor Starshinov – Keyboards

Gründung:
2013

Text: JHG Shark


Eingeordnet unter Musik-Rezension Schlagworte: JHG Shark, New Wave, Ploho, Post-Punk, Pyl, Wave

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