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Orsak:Oslo – Orsak:Oslo

27/03/19
von Michael Bohli

Kapitän Platte / VÖ: 29. März 2019 / Post-Rock, Psychedelic
orsakoslo.com

Text: Michael Bohli

In der heutigen Zeit stellen sich viele Künstler*innen und Bands die Frage, in welcher Form Musik überhaupt noch zu veröffentlichen sei. Orsak:Oslo aus Norwegen, ja Oslo, haben sich nach ihrer ersten EP entschieden, die nachfolgenden Songpakete nur digital an die Leute zu bringen. Das war einfacher, schneller und der Kreativität förderlich. Da aber weiterhin viele Liebhaber der physischen Träger existieren, wird mit „Orsak:Oslo“ ein Best-Of-Debüt-Album nachgeschoben, das man dank dem Bielefelder Label Kapitän Platte als hübsches Vinyl ins Regal stellen kann.

Die Lieder von Orsak:Oslo haben diese Behandlung auf jeden Fall verdient, kombiniert die Gruppe nämlich seit Jahren geschickt treibende Psychedelic, emotional breiten Post-Rock und kosmisch angelegten Blues. Immer instrumental, immer zielgerichtet und immer voller Lust am Experiment. „052 Tipping Point“ eröffnet die Liedersammlung mit Geschwindigkeit und markantem Schlagzeugspiel, „043 Flodvåg“ gibt sich der Effektliebe und den technischen Spielereien hin. Wunderbar, dass sogar in diesen Momenten ein Versuch nie zum Selbstzweck verkommt und die Songs geschickt weiterführt.

Das viele Spielen hat die Mannen von Orsak:Oslo nicht nur an den Instrumenten gefestigt, sondern einen eigenen und in sich stimmigen Klangkomos entstehen lassen. Obwohl die Lieder auf diesem Album von älteren Veröffentlichungen stammen und somit neu zusammengestellt wurden, erscheint alles aus einem Guss, ohne Bruchstellen oder Stimmungsschwankungen. „040 Sleepwalker“ darf schleppend und bedrohlich umherstapfen, „064 Ghost Gear“ mit in sich verzahnten Gitarrenläufen immer weiter in die Höhe steigen. Bis Improvisation und Komposition eins werden, bis Norwegen die Welt ist.


Eingeordnet unter Musik-Rezension Schlagworte: Michael Bohli, Orsak:Oslo, Post-Rock, Psychedelic Rock, Rock

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