
The Browning + Stain The Canvas + The Defect + heaven.exe
Sedel – Luzern
Samstag, 11. April 2026
Text und Bilder: Sabrina Hänni
Kleine Clubshows – etwas, dass vielen Musikfans am Herzen liegt. Vergangenen Samstag wurde mal wieder das Sedel zum Beben gebracht.
Noch vor Showbeginn fielen die Discokugeln mit Stacheln auf, die als Bühnenbild für heaven.exe, die erste Vorband des Abends, bereitstanden. Die Dinger erinnerten mich an einen Morgenstern, eine Mittelalterliche Schlagwaffe, halt einfach in glitzernd und etwas fröhlicher. heaven.exe eröffneten passend den Konzertabend mit ihrem Modern-Metal mit ausgewählten Techno Elementen. Sie strotzen nur so von Energie und zogen das Publikum schnell in ihren Bann. Die Berliner verkündeten, dass sie gerade erst im März ihr Debütalbum herausgebracht haben und dass dies ihre erste Show in der Schweiz sei.
Die zweite Vorband, The Defect, starten ihre Show mit einem düsteren Intro. Konzertbesucher*innen, die die Band noch nicht gekannt haben, waren sichtlich überrascht, als die Mitglieder der Band die Bühne betraten. Der Gitarrist der Band ist nämlich niemand geringeres als Jonny McBee, Gründer und Frontsänger des Mainacts The Browning. Zusammen mit seiner Frau Moon McBee am Mikrofon und dem Drummer Keenan Bivens bilden sie zusammen die Gruppe The Defect. Sie überzeugten das Publikum schnell und luden die Menge ein, sich zu ihrem düsteren, elektronischen Metalsound zu bewegen. Jonny startete den ersten Moshpits des Abends, woraufhin es für die Fans kein Halten mehr gab.
Stain The Canvas stürmten die Bühne zu einem epischen Introsound. Die fünf jungen Italiener schnappten sich das bereits energiegeladene Publikum von der ersten Sekunde an und veranstalteten Moshpit um Moshpit, bis hin zur ersten Wall of Death des Abends. Sänger Bryan hatte die Meute gut unter Kontrolle und feuerte das Publikum mehrfach an, sich zu bewegen. Trotz der kleinen Bühne gelang es den Jungs von Stain The Canvas problemlos, sich auf der Bühne wie wild zu bewegen und regelrecht auszutoben. Die Freude an der Musik war den Jungs klar ins Gesicht geschrieben. Zum Abschluss wurde die tobende Fan Meute mit einer Rickroll zum lachen gebracht, was die Stimmung noch einmal toppte.
Das ausverkaufte Sedel füllte sich pünktlich vor dem Start des Mainacts mit Zuschauer*innen. Es war deutlich spürbar, wegen welcher Band die meisten Leute angereist sind. Auf einmal ertönte aus den Boxen des heimeligen Clubs «Everytime We Touch» von Cascada. Das Publikum weiss, dass The Browning in kürze die Bühne betreten würden. Kein Entkommen mehr gab es, als die ersten Klänge von «No Escape» durch die Lautsprecher donnerten. DER Moshpit des Abends hat begonnen. Die Mitte des kleinen Clubs füllte sich mit springenden, moshenden Fans, die lautstark zur Musik ihrer Idole mitsangen. Selbst ich mit meiner Kamera landete kurzzeitig auf der schmalen Bühne, als die moshende Meute hinter mir loslegte. Nebelmaschinen und düstere Strobo Licht Effekte füllten den Raum passend zum Trancecore Sound. Die US Band The Browning heizte dem Publikum derart ein, dass bereits nach wenigen Minuten Spielzeit die halbe Crowd nass war. Zugegebenermassen waren auch einige herumfliegende Biere daran beteiligt. Die Jungs performten ihr gesamtes aktuelles Album «Burn This World (EVOLVED)» und hängten noch Banger Songs wie «Wake Up» oder «Hivemind» an. Nach beendetem Set forderten die Fans eine Zugabe – und diese bekamen sie auch: kein geringerer Song als «Blue (Da Ba Dee)» lud die Meute ein, noch einmal erneut richtig Gas zu geben. «Partypeople – Are you with us?» schrie Jonny wiederholt ins Mikrofon. Den Abschluss feierte The Browning mit ihrem zweitmeist gestreamten Song «Poison». Zu guter Letzt verabschiedeten sich Jonny, Akeem und Keenan mit Fistbumps von der Meute. Die beiden Bivens Brüder nahmen sich kurzerhand noch etwas Zeit, mit einigen Fans Fotos zu machen und Autogramme zu verteilen. Ein gelungener Abend im Sedel neigte sich so dem Ende.
























