
greenfieldfestival.ch
Bad Omens + Lagwagon + Architects + I Killed The Prom Queen + Sepultura + Itchy + In Extremo + Adam Angst + All Time Low + Hyro The Hero + The Butcher Sisters + De l’Abîme Naît l’Aube + Moment Of Madness
Flugplatz – Interlaken
Freitag, 12. Juni 2026
Text: Cyril Schicker + Madeleine Fuhrer / Bilder: Miriam Ritler + Manuela Haltiner / SoMe: Olivia Ritler
Der zweite Tag des Greenfield Festivals versprach bereits auf dem Papier ein echtes Highlight zu werden. Mit einem abwechslungsreichen Programm aus Metal, Punk, Rock und mehr wartete erneut ein Tag voller musikalischer Höhepunkte auf die Besucher:innen vor der beeindruckenden Bergkulisse von Interlaken.
Den Start auf der Jungfrau Stage und damit in den zweiten Festivaltag machten Moment Of Madness. Die Schweizer eröffneten den Tag mit viel Energie und einer ordentlichen Portion Metalcore. Schon früh bewegten sich die ersten Köpfe in der Crowd im Takt der harten Riffs und Breakdowns.
Auf der Eiger Stage ging es ebenfalls mit einer Band aus der Heimat los. Die Westschweizer De L’Abîme Naît L’Aube präsentierten ihre atmosphärische Mischung aus Härte und Emotion. Mit ihrem Sound zwischen Blackened Post-Metal und eindrucksvollen Klanglandschaften glich dieser Auftritt beinahe einem Ritual und zog die Zuschauer:innen schnell in ihren Bann.
Mit The Butcher Sisters wurde es auf der Jungfrau Stage anschliessend deutlich humorvoller. Die Deutschen bewiesen einmal mehr, dass harte Musik und eine grosse Portion Selbstironie hervorragend zusammenpassen. Ihr Mix aus Metal, Rap und jeder Menge Unterhaltung sorgte für beste Stimmung und viele lachende Gesichter im Publikum. Nicht nur die Songs versprühten diesen besonderen Charme, sondern auch die Ansagen und Übergänge zwischen den einzelnen Nummern. Titel wie „Der Nudelsong“ oder „Bierdurst“ sorgten bereits im Vorfeld für Schmunzler. Der Unterhaltungsfaktor war durchgehend hoch und The Butcher Sisters nahmen das Publikum gekonnt mit auf ihre Reise durch die Setlist. Ob Wall Of Death, Moshpits in ungewöhnlichen Formen, ein Ritt auf einem Gummibootpferd durch die Menge oder Auftritte als Ritter und Drache – die Band bot eine grossartige Musik-Comedy-Show mit viel Mitmachfaktor, fliegenden Händen und reichlich Bewegung vor und auf der Bühne.
Danach übernahm Hyro The Hero auf der Eiger Stage das Kommando. Mit seinem von Hip-Hop, Punk und Rock geprägten Sound brachte der Musiker aus Houston eine ganz andere Energie auf das Festivalgelände. Die explosive Mischung funktionierte hervorragend und sorgte für einen starken Auftritt mit viel Bewegung vor der Bühne.
Auf der Jungfrau Stage wurde es anschliessend wieder deutlich melodischer. All Time Low brachten mit ihren eingängigen Pop-Punk-Hymnen den Flugplatz zum Mitsingen und Mitfeiern. Die Amerikaner präsentierten sich spielfreudig und lieferten eine lockere, sommerliche Show, die perfekt zum Festivalnachmittag passte.
Etwas ernster wurde es danach bei Adam Angst auf der Eiger Stage. Die Deutschen verpackten gesellschaftskritische Texte in kraftvolle Songs und überzeugten mit einer ehrlichen und direkten Performance. Das Publikum dankte es mit viel Applaus und reger Beteiligung.
Zurück auf der Hauptbühne wurde es mit In Extremo mittelalterlich. Dudelsäcke, harte Gitarren und eine beeindruckende Bühnenpräsenz sorgten für eine ganz besondere Atmosphäre. Die Band verstand es einmal mehr, Vergangenheit und Gegenwart musikalisch miteinander zu verbinden und den gesamten Platz vor der Bühne in ihren Bann zu ziehen.
Auf der Eiger Stage warteten inzwischen Itchy auf ihren Einsatz. Die Punkrocker lieferten genau das, was man von ihnen erwarten durfte: ehrliche Songs, viel Energie und jede Menge gute Laune. Das Publikum feierte die Band von der ersten bis zur letzten Minute.
Mit Sepultura stand danach eine wahre Legende auf der Jungfrau Stage. Die Brasilianer lieferten eine eindrucksvolle Demonstration ihrer jahrzehntelangen Erfahrung. Harte Riffs, kompromisslose Energie und zahlreiche Klassiker sorgten für eine intensive Stimmung vor der Bühne. Die Circle Pits liessen dabei nicht lange auf sich warten.
Auf der Eiger Stage wurde es anschliessend nostalgisch und gleichzeitig brachial. I Killed The Prom Queen kehrten für einen besonderen Auftritt zurück und begeisterten die Fans mit einer geballten Ladung Metalcore. Die Australier wurden entsprechend gefeiert und sorgten für einige der intensivsten Momente vor der kleineren Bühne.
Einer der am meisten erwarteten Auftritte des Tages folgte danach auf der Jungfrau Stage. Architects betraten die Bühne und machten von der ersten Minute an klar, weshalb sie heute zu den grössten Namen des modernen Metals gehören. Mit einer perfekten Mischung aus Härte, Atmosphäre und Emotion lieferten die Briten eine beeindruckende Show. Vor der Bühne wurde gesprungen, gesungen und gepogt, während die Band Hit um Hit präsentierte. Frontmann Sam Carter forderte die Festivalbesucher:innen immer wieder zu möglichst grossen Mosh- und Circlepits auf. Dazu kam ein scheinbar endloser Strom an Crowdsurfern, der über die Menge getragen wurde.
Auf der Eiger Stage sorgten Lagwagon im Anschluss für einen gelungenen Abschluss. Die Punkrock-Veteranen bewiesen einmal mehr, dass gute Songs zeitlos sind, und lieferten einen sympathischen Auftritt voller Klassiker und einer rundum guten Stimmung.
Dann war es Zeit für den Headliner des Abends. Bad Omens betraten die Jungfrau Stage und wurden bereits beim ersten Erscheinen frenetisch empfangen. Mit „Specter“ starteten die Amerikaner in ihr Set und zogen das Publikum sofort in ihren Bann. Zwischen gewaltigen Soundwänden, emotionalen Melodien und schweren Breakdowns entstand eine dichte und eindrucksvolle Atmosphäre über dem gesamten Festivalgelände. Die Lichtshow, die Visuals und die intensive Performance der Band machten den Auftritt zu einem der grossen Highlights des gesamten Festivals. Spätestens bei Songs wie „The Death Of Peace Of Mind“ oder „Just Pretend“ sangen Tausende Stimmen gemeinsam in die Nacht hinaus.
Damit ging ein weiterer eindrucksvoller Greenfield-Tag zu Ende. Von den ersten Tönen am Nachmittag bis zum letzten Song von Bad Omens bot der Freitag alles, was das Herz von Rock- und Metalfans höherschlagen lässt. Müde Beine, heisere Stimmen und glückliche Gesichter waren einmal mehr der beste Beweis dafür.
Greenfield Festival 2026 – Donnerstag

















































































































































































