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Anna Von Hausswolff

16/02/26
von Roger Strebel

Anna Von Hausswolff

Anna von Hausswolff + Hinako Omori

Alhambra – Genf
Freitag, 13. Februar 2026

Text: Roger Strebel / Bilder: Melissa Mangold

Vor ziemlich genau acht Jahren hatte ich mir das Album „Dead Magic“ gekauft. Und so sass ich damals in meinem Fauteuil und lauschte den Klängen, die die Nadel meines Plattenspielers der schwarzen Scheibe entlockte. Umhauen konnte mich der Sound zwar nicht mehr; ich sass ja bereits. Was „The Mysterious Vanishing Of Electra“ und „Ugly And Vengeful“ in meinem Hirn aber auslösten war dermassen beeindruckend, dass ich mit mir selber vereinbart hatte: eines Tages gehe ich zu einem Konzert von Anna von Hausswolff. Dass die beiden genannten Songs mit auf der Setlist des Konzerts dieser grandiosen Musikerin aus Göteborg im Alhambra in Genf waren, hatte schon beinahe etwas surreales. Doch beginnen wir von vorne und damit ganz hinten, findet sich der Opener des Konzerts von Anna von Hausswolff an diesem Freitag Abend, „Rising Legendes“, doch ganz am Schluss ihres jüngsten Albums „ICONOCLASTS“ vom Oktober 2025 – um gewissermassen als Outro des Abends gleich noch einmal (wiederum ab Tape) gespielt zu werden.

Kaum stand die insgesamt sechs köpfige Band auf der Bühne (alle waren sie in grundsätzlich gleiche Overalls gekleidet), offenbarte sich nicht nur das grossartige Können der einzelnen Bandmitglieder, sondern es zeigte sich auch die hervorragende Idee der Verantwortlichen des Festival Antigel, dieses Konzert im Saal des Alhambra, der in seinen Grundzügen an den Saal im Volkshaus Zürich erinnert, durchzuführen. Bombastische Musik in einem sorgfältig renovierten historischen Kino-/Theatersaal aus dem frühen 20. Jahrhundert ist punkto Akustik und Atmosphäre kaum zu überbieten. Letztere lebte nicht zuletzt auch von der intensiven Lichtshow, die auf Grund der grossen Raumhöhe besonders gut zur Geltung kam und die Bühne mal in ein blutrotes, mal in ein blau-grünes Kleid hüllte. Und dann war da halt immer diese tolle und gut gelaunte Band, die das Letzte aus den Instrumenten herausholte, um den einzigartigen Sound von Anna von Hausswolff zu performen.

Zu diesen Instrumenten zählte sehr wesentlich auch die klare und präzise Stimme von Anna von Hausswolff, die, egal, ob sie auf der Bühne stand, sass oder lag, gleichermassen begeisternd rüberkam und, man kann es drehen und wenden wie man will, bei „The Mysterious Vanishing Of Electra“ ein erstes Mal Begeisterungsstürme beim Publikum auslöste. Das heisst natürlich nicht, dass die anderen Songs, die grossmehrheitlich auf „ICONOCLASTS“ zu finden sind, nicht ebenso imposant daherkamen. Dass Anna von Hausswolff das Konzert vor der Zugabe mit „Ugly And Vengeful“ beendete, zeigt mutmasslich aber doch, dass diese beiden Songs auch für die Künstlerin selbst eine hohe Bedeutung haben. Das Publikum, leider zum Sitzen motiviert, dankte es mit tosendem Applaus und blieb, von Anna von Hausswolff aufgefordert, für das Encore gleich stehen. Mit „Funural For My Future Children“ aus dem Album „Ceremony“ von 2012, das der Saxophonist grossartig beendete und in „Struggle With The Beast“ aus „ICONOCLASTS“ überführte, kam ein Konzert der Extraklasse nach knapp zwei Stunden zu einem Ende, das nach dem Geschmack des Publikums gerne auch noch etwas hinausgeschoben hätte werden können. Ganz die Professional stand Anna von Hausswolff zu guter letzt am Merch ihre Frau und entliess die Leute mit handsignierten Vinyls und CDs ins Wochenende.

Nicht vergessen werden darf und soll an dieser Stelle die in London lebende Japanerin Hinako Omori, die dem Publikum mit sich selbst, ihrer Stimme und ihrem Synthesizer einen behutsam warmen Empfang in den Abend bereitete. Ihre mäandrierenden, melancholischen bis kräftig pulsierenden Songs offenbarten ihr feines Gespür für den Respekt gegenüber Natur und Stille; zwei Elemente, die sich wie eine Art Roter Faden durch ihr künstlerisches Schaffen ziehen. Das musikalische Bild, das Hinako Omori «zeichnete», holte das Publikum nicht nur dort ab, wo es zum Schluss einer Arbeitswoche stand, sondern bereitete auf feinfühlige Art und Weise den klanglichen Teppich für das, was noch kommen sollte.

Anna von Hausswolff Setlist Festival Antigel 2026, Iconoclasts
Hinako Omori
Hinako Omori

Hinako Omori
Hinako Omori

Hinako Omori
Hinako Omori

Hinako Omori
Hinako Omori

Hinako Omori
Hinako Omori

Hinako Omori
Hinako Omori

Hinako Omori
Hinako Omori

Hinako Omori
Hinako Omori

Anna Von Hausswolff
Anna Von Hausswolff

Anna Von Hausswolff
Anna Von Hausswolff

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Anna Von Hausswolff

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Anna Von Hausswolff

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Anna Von Hausswolff

Eingeordnet unter Fotoreportage, Konzertbericht Schlagworte: Alhambra, Anderes, Anna von Hausswolff, Antigel Festival, Drone, Experimental, Festival, Genf, Hinako Omori, Melissa Mangold, Roger Strebel

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