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Kraftklub inmitten der Meute

25/03/26
von Adrian Portmann

Kraftklub inmitten der Meute

Kraftklub + Yung Pepp

Hallenstadion – Zürich
Samstag, 21. März 2026

Text: Adrian Portmann / Bilder: Sabrina Hänni

Seitdem die Chemnitzer Band vor 14 Jahren im Abart gespielt hat, ist wahrlich viel passiert. Mit ihrer Mischung aus Rap und Indie-Rock zählen Kraftklub inzwischen zu den ganz grossen deutschen Bands. Riesiges Charisma, viel Fannähe, aber auch der Wille, kontinuierlich Neues zu wagen – sei es mit ihren originellen Songs, mal episch, mal provozierend oder mit ihren fulminanten Liveshows. Es gibt so viele Faktoren, die diese Band ausmachen. Diese zeigten sich auch letzten Samstag in Zürich und ich war wirklich beeindruckt, wie diese Band nach all den Jahren noch immer derart funktioniert und uns kontinuierlich zum Tanzbeinschwingen verleitete.

Doch vor der fulminanten Hauptshow betrat Felix Kummer in seiner Nebenrolle als Konzertansager kurz die Bühne. Es würde ihn sehr freuen, wenn das Publikum dem Support-Act die Wertschätzung entgegenbringen würde, die sich Kraftklub als junge Band jeweils selbst gewünscht haben. Mit herzlichem Applaus betrat kurz danach Yung Pepp die Bühne. Der junge Newcomer aus Leipzig präsentierte eine gemütliche Mischung aus Rap und Indie, die stellenweise an Künstler wie Cro erinnerte. Das Publikum machte gut gelaunt mit und sorgte gegen Mitte des Sets für einen stimmigen Moment, als tausende Smartphone-Lichter den Raum erleuchteten.

Das Set Up – Nebel schwirrt umher, dezentes Licht strömt über die Bühne und ein riesiger Träger mit beleuchteten Albumschriftzug neigt sich über das Geschehen. Im Hintergrund steht eine grosse Akustikwand, die an passenden Stellen Momenten mit verspielten Visuals bestrahlt wird. Auf beiden Seiten befinden sich jeweils drei riesige Industrieventilatoren mit integrierten Blindern, die während Songs wie «Marlboro Mann» tausende Papierschnipsel bis weit nach hinten in die Halle wehen. Im direkten Vergleich zu früheren Touren wirkt das Bühnenbild zwar eher schlicht, entfaltet aber gerade dadurch eine umso sphärischere und epischere Wirkung.

Die alten Klassiker – Da merkt man wieder, wie viele Bretter diese Band geschrieben hat. «Fahr mit mir», «Scheissindiedisko», das über das Glücksrad gewählt wurde oder das konzertabschliessende, pitdurchdrehende Liebeslied «Songs for Liam», alles war dabei! Während dessen war eines von überall besonders gut zu hören: die Crowd. Doch hier ging es längst nicht nur um das übliche Refrain-Gegröhle. Insbesondere beim älteren Material wurden fast ganze Stücke voller Emotionen und herumschwirrender Nostalgiegefühle mitgesungen.

Mittendrin statt nur auf der Bühne – Kraftklub fühlen sich am wohlsten mitten in der riesigen Menschenmenge. Sozusagen als «nur» ein Teil des grossen Kuchens. Dies galt auch für diesen Abend. Mal standen alle Musiker gemeinsam auf der B-Stage im Zentrum oder auf der Tribüne mit «500 K», dann wieder war Felix Kummer alleine unterwegs – herumblödelnd im hinteren Bereich an der Bar oder rappend direkt durch die Mitte. Der sprachgewandte Frontmann war überall und war voller Tatendrang: Am Abgehen was das Zeug hält, ein, zwei amüsante Sprüche hinschmettern oder dann wieder die Feierwütigen herzlich darüber informieren, wie man sich korrekt im Pit verhält. Diese Energie steckte an und liess uns vergessen, dass wir im Hallenstadion und nicht an einer Clubshow mit 400 Besuchern waren.

Das neue Material – Ein Song der uns komplett überrollte war sicherlich «Halts Maul und spiel», direkt und brachial. Einer welcher ebenso knallte aber auf eine aufgedrehte Weise war «So rechts». Der Song sorgte dafür, dass so einige Getränke schnell ausgetrunken werden mussten, um dem ständigen Hin- und Herbewegen nicht zum Opfer zu fallen. Ein absolutes Highlight war jedoch «Schief in jedem Chor». Das intensive Stück, das auf der B-Stage seinen Anfang nahm, wurde mehrmals neu angestimmt, als die Band wieder auf der Hauptbühne ankam. Das Publikum wollte einfach nicht aufhören, die eingängige Refrainphrase Richtung Bühne zu brüllen – ganz zur sichtlichen Freude der Urheber. Für mich persönlich ganz klar das Highlight des Abends.

Eine grossartige Show voller Mitmach-Momente ging zu Ende und wer nach über zweieinhalb Stunden noch nicht genug hatte, konnte draussen mit der Band weiter feiern.

Kraftklub Setlist Hallenstadion, Zurich, Switzerland 2026, Sterben in Karl-Marx-Stadt
Yung Pepp
Yung Pepp

Yung Pepp
Yung Pepp

Yung Pepp
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Yung Pepp
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Kraftklub

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Eingeordnet unter Fotoreportage, Konzertbericht Schlagworte: Adrian Portmann, Hallenstadion, Indie, Kraftklub, Rock, Sabrina Hänni, Yung Pepp, Zürich

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