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Harvey Rushmore & The Octopus – Mindsuckers

11/03/26
von Peter Burckhardt

Harvey Rushmore & The Octopus - Mindsuckers

Taxi Gauche Records / VÖ: 13. März 2026 / Psychedelic Rock
harveyrushmoreandtheoctopus.com

Text: Peter Burckhardt

Die vier Freunde Jonathan Meyer (Bass), Jakob Läser (Drums), Massimo Tondini (Gitarre/Gesang) und Stefan Cecere (Keys/Synth/Gitarre) leben mit ihrer Band Harvey Rushmore & The Octopus ihre Leidenschaft für Psychedelic-, Surf- und Garage-Rock aus. Inspiriert von den sechziger Jahren kreieren die Basler ihren eigenen Sound, der mit viel Experimentierfreude, einer Fülle an Stimm- und Gitarreneffekten sowie treibenden Beats scheinbar Raum und Zeit zu krümmen vermag.

Wie schon die drei Vorgängeralben würde auch das aktuelle Werk „Mindsuckers“ perfekt auf eine Andy-Warhol-Party passen. Doch auch ohne LSD und bunte Farben haben die neun Songs das Potenzial, die Hörer:innen in einen rauschartigen Zustand zu versetzen. Dabei geht es der Band offensichtlich nicht um ein besonders druckvoll klingendes Drumset oder saubere Gesangslinien, sondern vielmehr um die Klangfarben und Gefühle, die ihre Musik transportiert. Spontanität, Stimmung und Kreativität stehen im Fokus – Perfektionismus wäre hier eher kontraproduktiv.

In meiner kleinen Welt gibt es Musik, die mich sofort packt, weil sie sich vertraut anfühlt und klaren Regeln folgt. Und dann gibt es Musik, die vertrackter, ungewohnter und dadurch zunächst unzugänglicher ist. Erstere wirkt wie ein Dopamin-Schub: unverzüglich und geil zwar, aber wenig nachhaltig. Letztere braucht mehr Zeit und Geduld, um sich zu entfalten, bleibt dann aber im Gedächtnis haften und wird zum treuen Begleiter. „Mindsuckers“ von Harvey Rushmore & The Octopus fällt eher in diese zweite Kategorie, da ich eine Weile brauchte, um mich an die mit Effekten aufgeladene Lead-Stimme und den schrägen Soundteppich zu gewöhnen. Nach längerem Hören packte mich aber genau dieses Unkonventionelle, Trashige umso mehr, und der Kern der Songs kam langsam zum Vorschein: „Wet Rabbit“ und „Painting Colors“ transportieren das besagte Sixties-Feeling. Die verträumten Songs „Moon Reject“ und „Cloud Driver“ werden von akustischen Gitarren begleitet und sorgen in der Mitte des Albums für eine luftige Abwechslung. „Cosmic Waves“ und der Abschlusssong „Mindsucker“ wirken mit ihren repetitiven Beats meditativ und fast schon technoid.

„Mindsuckers“ ist ein spannendes Album für alle, die bereit sind, ihr Bewusstsein für ungewohnte Klangwelten zu erweitern. Im Gegensatz zu psychedelischen Drogen ist das Gute an der Musik, dass sie völlig unbedenklich ist, selbst wenn man an ihr hängen bleibt. Daher kann ich ohne schlechtes Gewissen empfehlen, sich auf Harvey Rushmore & The Octopus einzulassen und den bunten musikalischen Trip durch Raum und Zeit zu geniessen.

Eingeordnet unter Musik-Rezension Schlagworte: Harvey Rushmore & The Octopus, Mindsuckers, musiCH, Peter Burckhardt, Psychedelic Rock, Rock

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