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Dirty Sound Magnet – Me And My Shadow

28/01/26
von Adrian Portmann

Tonzonen Records / VÖ: 30. Januar 2026 / Psychedelic-Rock
dirtysoundmagnet.com

Text: Adrian Portmann

Vor mehr als einem halben Jahr hatte ich die Ehre, mit Stavros, Marco und Maxime über ihr neues Werk zu plaudern und dabei Einzelheiten über den Stil der Platte sowie einzelne Geschichten aus deren Entstehung zu erfahren. Nun ist es endlich so weit: Das vierte Studioalbum von Dirty Sound Magnet trägt den mysteriösen Titel «Me And My Shadow», ist veröffentlicht und darf endlich bestaunt werden. Die Platte erweist sich als gelungene Fortsetzung des bisherigen Schaffens der Freiburger, vollgepackt mit experimentierfreudigem Material. Sie reiht sich nahtlos in die bisherigen Veröffentlichungen ein und ist fest mit der DIY-Band verwurzelt.

Neun Songs voller Kontraste, so verschieden, dass man fast meinen könnte, eine Playlist diverser Musiker zu hören. Dirty Sound Magnet bedienen sich dabei vielfältiger Stilmittel, die sie gekonnt über ihren Psychedelic-Rock-Sound legen. Die einst in ihrer Teenagerzeit gegründete Band demonstriert eindrucksvoll ihre Virtuosität und ihren Mut im musikalischen Schaffen.

Den Einstieg macht die schwerlastige Single «Power Of This Song». Ein simpler Text trifft auf einen sehr eingängigen Beat und lässt richtig Energie frei. Der Song kann man dabei als Tribute an Blind Willie Johnsons Bluesstück «Nobody’s Fault But Mine» aus den 1920er-Jahren sehen. Gleich darauf wird es mit «Dance And Die» deutlich grooviger. Wie der Titel bereits andeutet, animiert der Song, insbesondere in seinen instrumentalen Passagen, unweigerlich zur Bewegung.

Ein massiver Stimmungswechsel folgt mit dem dritten Stück «Swimming In Trance», das einen beinahe schwerelos herumschweben lässt. Der ruhige Hauptgesang wiegt die Hörenden und trägt sie bis zum epischen Outro, welches man sich problemlos noch etwas länger wünschen würde. Es folgt «Dead Inside», gewaltig, treibend, ein Song welcher live sicherlich umso mehr abgehen wird.

Besonders intensiv wirkt auch das fast zehnminütige «Calypso», das einen tief hineinzieht. Ein weiteres Ausrufezeichen bzw. ein «Was ist denn das für ein cooler Scheiss» setzt «The 9 Commandments Of Men», ein Stück welches sich mit schnellem bluesigen Gitarrengeklimper wieder komplett zum Rest unterscheidet. Ein klares verbindendes Element zwischen all den Songs ist sicherlich die charakterstarke Stimme von Stavros. Mal ruhig, mal rasant, über den Klängen schwebend oder dann wieder direkt ins Gesicht preschend, begleitet sie die Stücke. Beinahe am Ende angelangt folgt mit «Long Drive» ein klassischer Roadsong, geprägt von endlosen Fahrten im Tourbus, bevor mit dem titelgebenden «Me And My Shadow» ein stimmiger Abschluss gefunden wird.

Wer Dirty Sound Magnet bereits live erleben durfte, weiss, dass ihr Sound auf der Bühne noch einmal deutlich mehr zur Geltung kommt. Viele Songs leben auf der Bühne erst richtig auf, vor allem dank ausgedehnter Improvisationen und jeder Menge zusätzlicher starker Riffs. Auch die neuen Stücke bilden hier keine Ausnahme, weshalb mein Interesse gross ist, wie sie sich live weiterentwickeln werden.

Stillstand kennt diese Band ohnehin nicht. Wenn nicht gerade an neuem Material gewerkelt wird, sind die drei Musiker gefühlt permanent in alle Himmelsrichtungen der Welt unterwegs. Passend zur Veröffentlichung von «Me And My Shadow» geht es daher gleich auf grosse Europatournee, wobei die zwei schweizer Shows im Dynamo (06.02.2026) und Les Docks (07.02.2026) den Auftakt bilden.

Eingeordnet unter Musik-Rezension Schlagworte: Adrian Portmann, Blues, Dirty Sound Magnet, Me And My Shadow, musiCH, Psychedelic Rock, Rock

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