
Eigenveröffentlichung / VÖ: 31. Oktober 2025 / Metal
reitermania.de
Text: Cyril Schicker
Die Kurzversion vorab: 30 Jahre Die Apokalyptischen Reiter. 1 Republik. 1 Jubiläumsausgabe mit 4 Kapiteln und 1 Versprechen – 100 % Reitermania.
Die lange Version folgt hier zu Pferde, ähm, auf dem Fusse. Die Apokalyptischen Reiter feiern ihr 30-jähriges Bandbestehen. Und sie heissen dich willkommen in der „Freien Republik Reitermania“. Die knapp 90 Minuten starke Anniversary Edition ist ein zwischen Anmut und Stille sowie Chaos mäandrierendes Klanguniversum.
Die Apokalyptischen Reiter sitzen also auch im 31. Daseinsjahr fest im Sattel, galoppieren voller kreativer Zuversicht in Richtung 32. Jahr, angetrieben von Zorn, Passion, Spiellaune und Freiheitswillen.
Kapitel 1. Das neue Album startet mit „Der Freiheit Vaterland“, diesem wuchtigen Opus, das über zehn Minuten anhält. Kapitel 2 beinhaltet vier neue Songs – ein Lieder-Quartett voller Glut, Groll und Sehnsucht. Kapitel 3 ermöglicht einen Blick in das verborgene Herz der Reiter-Vergangenheit: Sechs bislang unveröffentlichte Lieder, vom düsteren Statement „Es wird schlimmer“ bis hin zum technoiden Remix von „Die Sonne scheint“.
Mit Kapitel 4 präsentieren sich Die Apokalyptischen Reiter nackt oder besser gesagt im akustischen Klangkleid. Die Idee ist gut und spannend, allerdings entfalten einzelne konzertmitgeschnittene Akustik-Lieder nicht die gewünschte Wirkung. Weiterer Wermutstropfen: „Der Rote Reiter“, das für mich beste Lied der Reitenden überhaupt, fehlt.
Über sämtliche 21 (!) Tracks hinweg betrachtet haben Die Apokalyptischen Reiter mit „Freie Republik Reitermania“ aber ein stimmungsvolles Vermächtnis geschaffen.
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