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Wolfmother – Feierabendkonzert auf der Bühne am Teich

26/08/26
von Peter Burckhardt

Wolfmother - Feierabendkonzert auf der Bühne am Teich

Wolfmother

Mühle Hunziken – Rubigen
Montag, 24. August 2026

Text: Peter Burckhardt

Irgendwie ziehen mich in diesem Sommer australische Rockbands an wie der Ayers Rock die Touristen. Denn nach Jet und Airbourne war Wolfmother schon die dritte Aussie-Band, bei der ich letztens im Publikum anzutreffen war. Obwohl Songs wie „Woman“ oder „Joker and the Thief“ seit Jahren fester Bestandteil meiner Playlist sind, habe ich die Band bis jetzt noch nie live erlebt. Und obwohl ich es mir jeden Sommer vornehme, habe ich es bislang auch noch nie ans Open Air am Teich geschafft. Höchste Zeit also, das zu ändern und an diesem zunächst sonnigen Montagabend nach Rubigen zu fahren.

Wie die Mühle Hunziken selbst wurde auch das Open-Air-Gelände gemütlich und mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Bei einem Feierabendbier in dieser schönen Atmosphäre und mit der Vorfreude auf gute Musik blieben keine Wünsche offen.

Die Liste der Besetzungsänderungen bei Wolfmother gleicht schon fast einer McDonald’s-Quittung. Seit 2018 ist die Konstellation um Frontmann Andrew Stockdale allerdings tatsächlich stabil geblieben: Bassist und Keyboarder Bobby Poulton und Schlagzeuger Hamish Rosser begleiten ihn seither.

Ohne Support-Act und ohne Intro-Schnickschnack betraten die drei Musiker bereits um sieben Uhr die Bühne und legten mit „Dimension“ los. Wegen des gestutzten Lockenkopfs dachte ich kurz, da stehe eine Wolfmother-Coverband auf der Bühne. Doch eine Charakterstimme wie die von Andrew Stockdale gibt es kaum ein zweites Mal. Knapp 21 Jahre ist es her, dass ihr selbstbetiteltes Debütalbum „Wolfmother“ erschienen ist. Und obwohl es daraus nur ein paar Songs langfristig auf meine Playlist geschafft haben, erinnert sich mein Unterbewusstsein noch heute an jede Songzeile und jedes Gitarrenriff. Andrew Stockdale hat also zweifellos Songs für die Ewigkeit geschrieben. Ein grosser Entertainer ist er hingegen weniger.

Ohne lange Pausen und Ansagen reihte die Band Songperlen wie „Apple Tree“, „New Moon Rising“ und „Woman“ aneinander. Entweder ein extrovertierter Frontmann, oder eine Vorband wären an diesem Montag und zu dieser frühen Stunde wichtig gewesen, um das Publikum abzuholen. Dementsprechend war die Stimmung anfangs etwas verhalten, steigerte sich aber dann langsam mit jedem Song und vor allem mit jedem zeitlosen und fetten Gitarrenriff, bis zum Finale „Joker & the Thief“, bei dem es schlussendlich doch noch richtig zur Sache ging. Nicht nur die Stimmung, auch das Wetter schlug an diesem Abend langsam um: Zum Ende hin fielen dicke Regentropfen vom Himmel. Nach einer Stunde und fünfzehn Minuten forderte das Publikum eine Zugabe. Es blieb bei einem zusätzlichen Song und einem kurzen Regentanz. Um halb neun war bereits Ende im Gelände. Gerade noch rechtzeitig, denn kurz darauf beendete Petrus mit einem Hagelschauer den Konzertabend.

Eingeordnet unter Konzertbericht Schlagworte: Mühle Hunziken, Peter Burckhardt, Rock, Rubigen, Wolfmother

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