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TsuShiMaMiRe – Glacé mitten im Herbst

18/10/25
von Roger Strebel

TsuShiMaMiRe - Glacé mitten im Herbst

TsuShiMaMiRe + Molotov Cunts

Schüür – Luzern
Donnerstag, 16. Oktober 2025

Text: Roger Strebel

Schüür, Luzern, rohe Energie, schnelle Rhythmen und provokante Texte. Zwei all-female Bands mit einem grossen Flair für Punkrock; zwei Bands, die gleichzeitig unterschiedlicher nicht sein könnten. Weshalb mir an diesem Abend ständig Mr. Spock (Anm.: fiktive Person aus dem Star-Trek-Universum) in den Sinn kam, wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben; «faszinierend».

Mit ihrer Ice Cream Punk Tour 2025 tingeln TsuShiMaMiRe (der Name leitet sich aus den Namen der drei Bandmitglieder ab, wobei Schlagzeugerin Asami neu dazu gestossen ist) aktuell durch Europa. Wer die in Tokyo beheimatete Band gestern Abend in Luzern verpasst hat, hat am 24. Oktober 2025 noch eine Gelegenheit. TsuShiMaMiRe treten dann am Reitschule Fest in Bern auf; unbedingt hingehen!

In der Schüür sind TsuShiMaMiRe keine Unbekannten, standen sie dieses Jahr doch bereits zum fünften Mal auf der Bühne des famosen Clubs der Leuchtenstadt. Obwohl die Band seit nunmehr 26 Jahren besteht und dabei weltweit mehrere tausend Gigs gespielt — u.a. 15 US-Touren — und 20 Alben aufgenommen hat, flogen in der Schüür zahlreiche Hände in Luft, als Sängerin und Gitarristin Mari in die Runde fragte, wer TsuShiMaMiRe heute zum ersten Mal sehe.

TsuShiMaMiRe

Spätestens als sich Bassistin Yayoi unter die Menge mischte und ihr Instrument liebevoll malträtierte, gab es kein Halten mehr, sprich, flogen auch noch andere Körperteile durch den inzwischen gut temperierten Club. Die Musik von TsuShiMaMiRe besteht aus purer Energie einerseits und stoischer Gelassenheit andererseits. Sie wird untermalt von Maris japanischem Gesang, der dem Ganzen eine ganz besondere Note verleiht; fast hätte ich geschrieben: «faszinierend». Grossartig auch die typisch japanische zuvorkommende Art am Merch-Stand, der nicht nur für Liebhaber physischer Tonträger eine wahre Fundgrube darstellt.

An einem ganz andern Punkt ihrer Band-Karriere stehen Molotov Cunts aus Luzern. Der Name ist durchaus als Provokation gedacht; eine Interpretation ist der Leserin/ dem Leser überlassen. Mit viel Verve, einer gesunden Portion an Riot-Grrrl-Spirit und einer spannenden Mischung aus eigenen Songs und Cover-Songs eröffneten Molotov Cunts den Abend. Endgültig im Punkrock-Himmel kam auch ich an, als die fünf jungen Frauen den guten alten Runaways und deren Hit „Cherrybomb“ huldigten.

Molotov Cunts

Die Band besteht seit November 2024 und hat seither rund ein halbes Dutzend Konzerte gespielt. Molotov Cunts, so Gitarristin Celeste, befänden sich durchaus noch in einer Entwicklungs- und Findungsphase, auch was das Schreiben weiterer eigener Songs betrifft. Eines ist sicher: Der Start ist den Girls schon mal sehr gut gelungen; man darf also gespannt und «fasziniert» sein.

Eingeordnet unter Konzertbericht Schlagworte: Luzern, Molotov Cunts, Punk, Rock, Roger Strebel, Schüür, TsuShiMaMiRe

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