
Static-X + Drowning Pool + Dope
Bierhübeli- Bern
Dienstag, 12. August 2025
Text & Bild: Nathalie Senn
An einem der heissesten Tage in der Hauptstadt lud das Bierhübeli zum Stelldichein dreier Nu- und Industrial Metal-Bands aus den USA ein – ein totales Kontrastprogramm zum sonstigen sommerlichen Treiben in Bern und eine willkommene Abwechslung.
Static-X bringen mit ihrer «Machine Killer»-Tour ein wuchtiges Set nach Bern, inklusive brachialer Klassiker und neuem Material. Mit im Gepäck die Szenengrössen Dope und Drowning Pool.
Dope eröffneten im saunaesk anmutenden Bierhübeli den Konzertabend auf äusserst rebellische und vorlaute Art und Weise, das bereits zahlreich anwesende Publikum zogen sie im Nu in ihren Bann. Ein Fan hatte seinen Gameboy mitgebracht, damit die Bandmembers sich darauf verewigen konnten. Auch sprang spontan der Static-X Gitarrist Koichi Fukuda ein, da «Virus» aus familiären Gründen in die USA reisen musste. Ein solides Set aus älteren und neueren Songs wurde zum Besten gegeben, inklusive dem Coversong «You Spin Me Round and Round», im Original von Dead Or Alive. Beim Song «Burn» musste man sich in Acht nehmen, um nicht spontan in Flammen aufzugehen. Besonders erwähnenswert war ebenfalls die solide interpretierte Coverversion von «Bodies» im Original von Drowning Pool.
Nach einer kurzen und willkommenen Pause nahmen Drowning Pool die Bühne in Beschlag und tauchten das Bierhübeli in eine Retroszenerie, da die meisten Songs, die gespielt wurden, bereits ein paar Jahre auf dem Buckel hatten.
Bevor der Song «Tear Away» angestimmt wurde, forderte Frontmann Ryan McCombs die wilde Meute auf, wie in den guten alten Zeiten die Feuerzeuge oder auch alternativ Smartphones zu zücken, um in 90er Jahre Stimmung zu kommen. Dieser Song erschien auf dem 2001 herausgegebenen Album «Sinner». Auch die Coverversion von «Rebel Yell» durfte nicht fehlen, diese wurde vom anwesenden Publikum euphorisch abgefeiert.
Dann folgte der Auftritt der lange erwarteten Static-X bei inzwischen subtropischen Temperaturen und einem gut aufgewärmten Publikum. In üblicher Manier erschien der Frontmann «Xer0» in seinem futuristisch-diabolischen Outfit mit den charakteristisch rot-glühenden Augen und nahm uns mit auf eine musikalische Reise zwischen Himmel und Hölle, alten und neueren Songs. Mal schwebten Seifenblasen auf das Publikum nieder, dann wieder wurde die Bühne in apokalyptisch rotes Licht getaucht.
Ein aussergewöhnlicher Abend mit Musik der, für Berner Verhältnisse, härteren Gangart neigte sich dem Ende zu.

