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Smash Into Pieces – Armaheaven Prophecy Live

18/09/25
von Madeleine Fuhrer

Konzertbericht | Smash Into Pieces

Smash Into Pieces + Seraina Telli

Kofmehl – Solothurn
Mittwoch, 17. September 2025

Text: Madeleine Fuhrer

Es war Teil IX des Smash-Into-Pieces-Universums: „ArmaHeaven Prophecy“. Ein Versprechen lag in der Luft – eine neue Realität, erschaffen durch künstliche Intelligenz, bedroht von der Macht, die sie selbst hervorgebracht hatte. Eine Prophezeiung, die zwar geschrieben steht, aber noch verändert werden kann. Doch beginnen wir von vorn.

Als Seraina Telli die Bühne betrat, war der Kontrast sofort spürbar und gleichzeitig perfekt. Farbige Akzente in Kleidung, Bühnenbild und Licht trafen auf klare, laute Riffs: aufdringlich, direkt, unverstellt. Wer ihre Alben „Simple Talk“ und „Addicted To Color“ kennt, erwartete eine Mischung aus Rock, Punk und Pop, doch live wirkte das Ganze gleich noch etwas unmittelbarer, roher, energischer.

Seraina Telli verstand es, Aufmerksamkeit zu fordern und zu halten. Drums, verzerrte Gitarren und Mitsing-Parts brachten die Menge schnell in Bewegung. Besonders beeindruckend war neben ihrer gewaltigen Stimme, wie mühelos sie zwischen Intensität und Melodie wechselte, ohne jemals gezwungen zu wirken. Sie liess Raum für Atmosphäre, um im nächsten Moment mit voller Kraft loszulegen, ehrlich, direkt und mit einer Präsenz, die zeigte: Sie liebt, was sie tut.

Mit dem Set von Smash Into Pieces begann die Reise in ein energiegeladenes Zukunftsszenario. Schon der erste Song machte klar, wohin es gehen würde: cineastisch, laut, kompromisslos. Der wuchtige Sound aus Gitarren, Synths und Drums legte sich wie ein Sturm über das Kofmehl.

Die Setlist kombinierte neue, episch inszenierte Songs mit bekannten Hymnen wie „Boomerang“ und „Rise Up“. Gerade die älteren Stücke entfalteten live ihre volle Wirkung, da das Publikum vom ersten Refrain an lautstark mitsang. Doch auch die neuen Tracks fügten sich nahtlos ein und verstärkten die Storyline der Band: den ewigen Konflikt zwischen Mensch und Maschine, zwischen Emotion und Technologie.

Sänger Chris Adam überzeugte mit starker Bühnenpräsenz, mal eindringlich, mal motivierend, und zog die Anwesenden immer wieder direkt ins Geschehen. Auch visuell beeindruckten die Schweden: Die ausgefeilte Lightshow war kein blosses Effektfeuerwerk, sondern dramaturgisch eingesetzt, um Stimmungen zu intensivieren und Songs in Szene zu setzen.

Zwischendurch zeigte sich Chris auch von seiner persönlichen Seite. Er erzählte mit einem Schmunzeln, wie er seiner Freundin immer wieder erklären müsse, warum er diesen Weg gehe und so viel Zeit in Tourbussen verbringe. Die Antwort sei genau Abendende wie der heutige im Kofmehl, voller Energie, die von den Fans zurückschwappt, für genau diese Momente.

Besonders sympathisch war seine Schilderung des Tourbus-Fiaskos vom Vortag: Das Fahrzeug hatte den Geist aufgegeben, die geplante Show in Barcelona musste abgesagt werden. Doch Fahrer Jesper organisierte die Weiterreise nach Solothurn und machte die Show möglich. Chris holte ihn spontan auf die Bühne, ehrte ihn als „Held des Abends“ und bat das Publikum um Applaus. Nebenbei versuchte er noch einen charmanten Verkupplungsversuch, indem er den Single-Status von Jesper erwähnte – ein Moment, der für Lacher und Nähe sorgte.

Auch wenn der Gesang gelegentlich in der mächtigen Soundwand etwas unterging, trübte das den Gesamteindruck kaum. Zu stark war die Energie, zu greifbar die Begeisterung im Publikum. Zudem zeigten Smash Into Pieces voller Dankbarkeit und nahbar eine sympathische Seite, die die Wirkung ihrer Show noch verstärkte.

Das Konzert endete im tosenden Applaus. Einmal mehr bewiesen Smash Into Pieces, dass sie nicht einfach nur Songs spielen, sondern ganze Welten erschaffen – Welten, die live eine unwiderstehliche Anziehungskraft entfalten.

Setlist
1. Flow
2. Venom
3. Wake Up
4. Big Bang
5. Let Me Be Your Superhero
6. Glow In The Dark
7. APOC Drum Solo
8. Heroes Are Calling
9. Trigger
10. Boomerang
11. Arcadia
12. All Eyes On You
13. Deadman
14. Broken Parts
15. Running Away From Home
16. Forever Alone
17. Hurricane
18. Six Feet Under

Eingeordnet unter Konzertbericht Schlagworte: Kofmehl, Metal, Rock, Seraina Telli, Smash Into Pieces, Solothurn

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