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Sleep Theory im Dynamo

28/02/26
von Madeleine Fuhrer

 Sleep Theory im Dynamo

Sleep Theory + The Pretty Wild

Dynamo – Zürich
Donnerstag, 26. Februar 2026

Text: Madeleine Fuhrer

Eröffnet wurde der Abend von The Pretty Wild. Das Power-Duo bewegte sich musikalisch zwischen modernem Hard Rock, Metal-Einflüssen und elektronischen Elementen und brachte damit früh Spannung in den Saal.

Die beiden Schwestern Jyl und Jules standen jedoch nicht allein auf der Bühne. Unterstützt wurden sie von einem Drummer und einem Gitarristen. Die dritte Schwester war ebenfalls vor Ort, allerdings als Tourmanagerin und am Merchstand, wie die beiden während des Sets als kleines Geheimnis erwähnten. Jyl zeigte sich leicht angeschlagen und schonte ihre Stimme stellenweise oder setzte vereinzelt kurz aus. Dennoch tat dies der Wirkung kaum Abbruch. Mit ihrer Mischung aus Druck, Melodie und ihren bezaubernden Stimmen überzeugten sie das Publikum. Immer wieder sangen Jyl und Jules zweistimmig, was dem Ganzen zusätzliche Tiefe verlieh. Beide wechselten mühelos zwischen cleanem und gutturalem Gesang und bewiesen damit beachtliche Vielseitigkeit.

Selbstbewusst und spielfreudig legten The Pretty Wild einen soliden Grundstein für den weiteren Abend und übergaben die Bühne mit guter und aufgeheizter Stimmung an Sleep Theory.

Sleep Theory machten also glücklicherweise auf ihrer ersten Europatour nun im Dynamo Halt. Entsprechend gespannt durfte man sein, wie sich der moderne Alternative-Metal-Sound der US-Band live entfalten würde.

Nach einem kurzen Intro betraten Cullen Moore (Lead Vocals), Daniel Pruitt (Gitarre und gutturaler Gesang), Paolo Vergara (Bass und zweite Clean-Vocals) sowie Schlagzeuger Ben Pruitt die Bühne. Mit dem druckvollen Opener «Fallout» startete die Band direkt voll in ihr Set. Die Gitarren klangen satt und klar, das Schlagzeug präzis und kraftvoll. Vor allem im ersten und letzten Teil des Konzerts kombinierten Sleep Theory harte Riffs mit eingängigen Refrains und modernen Produktionselementen. Bei Songs wie «Enough» oder «Parasite» zeigte sich diese Balance besonders deutlich. Schwere Breakdowns trafen auf melodische Passagen, die live noch intensiver wirkten als auf dem Album.

Frontmann Cullen Moore überzeugte mit einer vielseitigen Gesangsleistung. Seine klare Stimme trug die ruhigeren Parts sicher, während er in härteren Momenten kraftvolle Shouts einsetzte. Unterstützung erhielt er dabei von Daniel Pruitt in den aggressiveren Passagen sowie von Paolo Vergara, der mit seinen sauber ausgearbeiteten Clean-Vocals zusätzliche Akzente setzte. Insgesamt wirkte die Band durchgehend eingespielt und routiniert.

Für Überraschungsmomente sorgten Covers wie «Bye Bye Bye» von NSYNC oder «My Heart» von Paramore, die vom Publikum begeistert mitgesungen oder sogar verlangt wurden. Der Mittelteil des Sets zeigte sich etwas souliger und R’n’B-angehauchter. Ein Abschnitt, der Moores Stimme besonders gut zur Geltung brachte und dem Auftritt zeitweise beinahe einen modernen Boyband-Charakter verlieh. Immer wieder suchte Moore zudem den direkten Austausch mit dem Publikum. Auch Songs wie «Numb» oder die wundervolle Ballade «Words Are Worthless» durften im Set nicht fehlen.

Im letzten Teil zog das Tempo nochmals spürbar an. Die Songs wurden nochmal härter, die Dynamik grösser, die Reaktionen im Publikum entsprechend lauter. Zum Abschluss sorgte Moore mit Wasserspritzern noch für eine kurze Abkühlung in den vorderen Reihen. Sleep Theory hinterliessen den Eindruck einer Band, die live klar überzeugt und sich auch ausserhalb der USA eine stetig wachsende Fanbasis erspielt. Besonders beeindruckend blieb dabei die gesangliche Vielfalt und die starke, sympathische Gesamtleistung der Band in Erinnerung.

Sleep Theory Setlist Dynamo, Zurich, Switzerland 2026
Eingeordnet unter Konzertbericht Schlagworte: Dynamo, Madeleine Fuhrer, Metal, Rock, Sleep Theory, The Pretty Wild, Zürich

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