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Boston Manor + Stand Atlantic + The Rumjacks + Holywatr + Shoreline + Desert Lily
Dynamo – Zürich
Sonntag, 31. Mai 2026
Text: Hannah Martin / Bilder: Berend Stettler
Mit einem vielseitigen Line-up brachte Slam Dunk Switzerland zum zweiten Mal eine geballte Ladung Alternative-Musik in die Schweiz. Mit Desert Lily, Shoreline, Holywatr, The Rumjacks, Stand Atlantic und Boston Manor wurde den Fans ein Konzertabend geboten, der zwischen emotionalen Momenten, wilden Mitsing-Parts und explosiven Live-Performances wechselte.
Den Start machten Desert Lily und bewiesen direkt, dass eine frühe Spielzeit nicht automatisch weniger Energie bedeutet. Die Luzerner Band eröffnete das Festival mit geballter Emo-Energie und mittreissenden Texten und Riffs. Dies brachte das Publikum bereits ordentlich in Stimmung. Das Dynamo war sogar schon beim Start sehr gut gefüllt.
Danach übernahmen Shoreline und brachten ihren melodischen Punkrock auf die Bühne. Die Band überzeugte vor allem durch ihre emotionale Intensität und die Verbindung zum Publikum. Die ruhigeren Klänge von Desert Lily wurden nun mit deutlich Härteren abgelöst. Zwischen schnellen Gitarren, treibenden Drums und mächtigen Refrains entstand eine Atmosphäre, die gleichzeitig nostalgisch an ältere Emo-Bands erinnerte aber auch frisch wirkte. Spätestens nach Shoreline war die Crowd mehr als vorbereitet für Slam Dunk Switzerland, welche mit ihren Songs das Dynamo ordentlich einheizte.
Darauf folgte die grösste Überraschung des Abends, Holywatr. Sie überzeugte mit einem modernen Sound, welcher sich aus Emo, Nu-Metal, aber auch Hardcore-Elementen zusammensetzt. Das Dynamo fühlte sich schlagartig voller an und die ersten Moshpits wurden eröffnet. Holywatr’s intensive Energie liess niemand mehr am Boden stehen. Das ganze Publikum war im Bann von Holywatr’s harten, aber melodischen Klängen. Die Show endete mit ihren bekanntesten Songs wie „nail polish“ oder „loose ends“, welche für die eher jüngeren Fans durchaus zu Mitsing-Hymnen wurden.
Mit The Rumjacks ging es mit einem abrupten Genre-Wechsel weiter. Die Celtic-Punk-Band verwandelte die Location innerhalb weniger Minuten in eine riesige Party. Schnelle Rhythmen, Folk-Einflüsse und eine unglaubliche Bühnenpräsenz sorgten für Bewegung im gesamten Publikum. Es wurde getanzt, gesungen und gefeiert. The Rumjacks transformierten das Dynamo für eine kurze Zeit in das neue Lieblings-Irish-Pub des Publikums.
Die australische Pop-Punk-Band Stand Atlantic waren als nächstes dran. Die Australier zeigen ein Mal mehr warum sie eine der besten und einzigartigsten Pop-Punk-Bands sind. Zwischen energiegeladenen Songs, emotionalen Momenten und einer starken Performance von Frontfrau Bonnie Fraser entstand eines der intensivsten Sets des Tages. Bonnie Fraser faszinierte das Publikum mit ihrer unglaublicher Stimme und ihren perfekt exekutionierter Screams. Stand Atlantic schafften die perfekte Balance zwischen eingängigen Hooks und aggressiveren Elementen und bewiesen, dass sie live noch einmal eine ganz andere Energie entfalten.
Zum Abschluss standen Boston Manor auf der Bühne und lieferten einen würdigen Abschluss für Slam Dunk Switzerland. Die britische Band brachte ihren düsteren Alternative-Rock mit voller Kraft auf die Bühne. Schwere Gitarren trafen auf atmosphärische Parts und grosse Refrains, während die Band das Publikum ein letztes Mal komplett mitriss. Ihr Set zeigte sowohl die emotionale als auch die harte Seite von Boston Manor und sorgte für einen krönenden Abschluss.

















































































