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BERICHT: Einmal Hölle und zurück! Hell yeah! Hellfest!

25/06/12
von Miriam Ritler

Datum: 15. – 17. Juni 2012
Ort: Clisson (F)
Bands: Hellfest

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Am 15. Juni begann für mich ein langersehntes Festival-Wochenende. Der Weg führte mich nach Clisson, einem kleinen, typisch französischen Städtchen in der Nähe Nantes. Wir hatten gut 10 Stunden Fahrt durch Frankreich. So lange dauert also der Weg in die Hölle.

Als ich dann schliesslich am Vortag um 01:30 Uhr am Gelände ankam, war bereits die Hölle los. Jedoch nicht mit höllischer Hitze, sondern eher mit nass-kaltem Regenwetter. Ich beschloss sehr schnell mich einfach dem Wetter anzupassen, denn ich wollte mir dieses super Festival auf keinen Fall vom Wetter verderben lassen. Anfangs stellte sich das als Herausforderung dar, jedoch siegte dann die Vorfreude auf ein tolles Festival über die Wetter-Depression. Der Zeltplatz war zu meiner Freude sehr idyllisch und grosszügig, also schon einmal Pluspunkte was das Gelände angeht.

Als ich am nächsten Morgen mehr oder weniger ausgeschlafen das Gelände des Hellfestes betrat, war ich sehr angetan über dessen Erscheinung. Wenn es in der Hölle tatsächlich so aussehen würde, dann würde ich mich da sehr wohl fühlen. Alles war liebevoll und sehr detailliert ausgestattet. Die Stände waren zum Teil in Blech gehüllt und sahen so sehr verrostet und verbrannt aus. Das Thema Hölle haben sie wirklich sehr gut interpretiert. Der einzige wirklich grosse Mangel waren die sanitären Anlagen. Fast 40 Minuten anstehen um ein jämmerliches Toi-Toi-Klo benützen zu können, ist einfach zu viel. Da musste man sich das Auf-das-Klo-Müssen schon fast einplanen, um nichts zu verpassen. Bei den Duschen kam dann aber der Overkill, ca. 25 Duschen sind einfach zu wenig für ein Festival dieser Grösse. Unter 2.5 Stunden anstehen lief da nichts. Tut mir Leid liebes Hellfest, aber das geht gar nicht! Vor allem wenn dann die Dusche auch noch kalt ist. So war also das Duschen für Nicht-soooo-Hartgesottene wie mich, eine wahrliche Hölle. Das ist und bleibt ein grosser Schönheitsfehler des Hellfestes, dieser wurde jedoch mit dem wundervollen Ambiente weitaus überdeckt.

Insgesamt spielten die Bands auf sechs verschiedenen Bühnen. Das war zwar alles schön und gut, jedoch war es einfach zu viel um sich alles anzusehen, was man gerne sehen wollte. Aber das ist ein absolutes Luxusproblem. 🙂 Was mein „Problem“ noch verstärkte war die Überdosis an Fotografen. Es waren um die 150 Fotografen akkreditiert, darum war das Gerangel am Fotograben extrem. Man musste anstehen um sich einen sicheren Platz im Graben zu sichern. Deswegen kam ich kaum von den zwei Hauptbühnen weg. Alles halb so schlimm, denn meine Favoriten-Bands spielten eh da… Es ist unmöglich über alle der 157 bestätigten Bands etwas zu schreiben, darum habe ich für mich meine Highlights zusammengefasst.

Megadeth – direkt, kompromisslos und saugut!
Am Freitag um 23:10 Uhr wurde es zum ersten mal so richtig eng im Bereich der Hauptbühne. Die Band rund um den Ex-Metallica-Gitarristen Dave Mustaine war der erste Headliner des Hellfestes. Viele Leute freuten sich auf echten, unverwüstlichen Trash-Metal aus den 80ern.
Was will man sagen… Megadeth sind halt Megadeth und Dave Mustain ist eben Dave Mustain. Sie waren da, sie haben gerockt und sie machten genau das, weshalb ich sie so mag. Dave sang sich die Seele aus dem Leib und schwang dazu seine Löwenmähne. Sie brachten jeden Klassiker der das Publikum hören wollte von „Sweating Bullets“ über „A Tout Le Monde“ bis hin zum legendären „Symphony Of Destruction“ fehlte nichts. Sie wissen halt einfach was zu tun ist, das haben sie am Hellfest eindrucksvoll bewiesen.

Ozzy Osbourne – leider verpasst!
Ach, der liebe Ozzy! Wie gerne hätte ich dieses Konzert gesehen. Man kann halt nicht alles haben, ich war sehr darauf angewiesen meinen Zug zu erwischen und so musste ich leider auf dieses Spektakel verzichten. Er war der krönende Abschluss des Festivals. Ich hoffe er hat auch ein würdiges Hellfest-Abschlusskonzert gezeigt und sich als würdig erwiesen, dieses bombastische Festival zu beenden.

Within Temptation – sympathisch, bezaubernd und mit ganz viel Herz!
Ich hatte ja schon immer eine Schwäche für die holländische Band. Im sonst relativ harten und brachialen Line-Up des Höllenfestes, schien die Symphonic-Metal-Band beinahe als Erholung von den brachialen Klängen. Frontfrau Sharon den Adel hatte das Publikum im Nu im Griff und verzauberte die Leute mit ihrer bombastischen Stimme und ihrer unglaublich sympathischen und herzlichen Ausstrahlung. Sie spielten sehr viele Lieder vom neuen Konzept-Album „The Unforgiing“. Mit dem Song „Shot In The Dark“ eröffneten sie das Konzert aber auch weitere Songs wie „Faster“, „ In The Middle Of The Night“ oder „Sinèad“ durften nicht fehlen. Die älteren Songs wie „Stand My Ground“ oder der absolute WT-Klassiker „Angels“ wurden auch zum Besten gegeben. Es war gerade Sonnenuntergangs-Stimmung in Clisson und die melodiösen und gefühlvollen Klänge liessen das Konzert beinahe perfekt wirken. Für mich als WT-Liebhaber ein absolutes Highlight und purer Gänsehautalarm!

Machine Head – energiegeladen, mitreissend und publikumsnah!
Machine Head! Was soll ich noch sagen! Ich bin ein Fan! Auch am Hellfest hat mir die Band, rund um den Sänger Rob Flynn, mal wieder bestätigt, warum ich sie so mag! Energiegeladen und mit unwahrscheinlicher Bühnenpräsenz präsentierten sie eine abwechslungsreiche Setlist aus neuen wie auch alten Songs. Zum Einstieg in die Ballade „The Darkness Within“ formulierte Rob Flynn eine Liebeserklärung an die Musik bei der sogar die härtesten unter den harten Metallern ganz melancholisch zu der Bühne hinauf sahen. Ich hatte mir aus fototechnischen Gründen vorgenommen das Head-Bangen sein zu lassen, nachdem dann das zweite Mal Rob Flynns berühmter Satz „Head-bang, Motherfucker“ gefallen war, warf ich dann diesen Vorsatz ziemlich schnell über Bord. Mit dem absoluten Headbang-Song „Halo“ fand das fantastische Konzert leider auch schon wieder sein Ende. Machine Head, besser geht’s nicht! Was bleibt sind Knoten in den Haaren, Schmerzen im Nacken, und viele tolle Erinnerungen an ein grandioses Konzert. So muss es sein!

Gotthard – rockig, gefühlvoll und selbstbewusst!
Sie sind zurück als wären sie nie weg gewesen. Ohne viel Schnick-Schnack und Gepose kamen auf die Bühne und machten das was sie am besten können, Musik. Mit viel Sympathie und einer enormen Gelassenheit gaben sie ihre Songs zum Besten und schienen dabei eine Menge Spass zu haben. Der neue Gotthard-Sänger schlug sich super und man sah keine Spur von Unsicherheit oder gar Angst. Sie spielten ihre neue Single „Starlight“ welche beim Publikum auf grosse Begeisterung stiess. Bei alten Klassikern wie „Heaven“ oder „One Live One Soul“ sangen alle lauthals mit. Gotthard sind also zurück!

Mötley Crüe: unecht, überzogen und enttäuschend!
Jaja, die lieben Jungs der Mötley Crue. Sie waren für mich die diesjährige Hellfest-Enttäuschung. Sie haben mich weder musikalisch noch persönlich überzeugt. Es fing damit an, dass die Herren rund um den Frontmann Vince Neil äusserst fotoscheu waren und darum auch striktes Fotoverbot herrschte. Eigentlich unlogisch, denn ausser Gepose und leichtbekleideter Frauen, welche den Säger lasziv antanzten, blieb mir vom Konzert nicht viel in Erinnerung. Trotzdem muss ich zugeben, dass die Band doch viele Fans hat. Diese sahen dann auch sehr glücklich auch und sangen zu Hits wie „Home Sweet Home“ und „Girls, Girls, Girls“ kräftig mit. Für mich war es nicht viel ausser Gepose und sehr mittelmässige musikalische Leistung. Ein Bisschen weniger Eitelkeit und Selbstverliebtheit, dafür ein Bisschen mehr Sympathie, das würde den Rock-Legenden nicht schaden.

Slash – präzis, geschickt und unverkennbar!
Das Slash auch ohne Guns n`Roses etwas drauf hat, ist ja kein Geheimnis. Für mich jedoch eine Live-Prämiere. Ich hatte weder mit noch ohne Guns n´Roses das VergnügenSlash´s Gitarrenkünsten live zu lauschen. Vor der Mainstage 02 war es gerappelt voll. Jedoch war das Durchschnittsalter wesentlich höher als bei anderen Acts. Slash und seine Band lieferte eine absolut professionelle, musikalisch hochstehende Show ab. Sie spielten viele Lieder vom neuen Album „Apocalyptic Love“ sowie aber auch Klassiker der älteren Alben. Irgendwie hatte ich das Gefühl den Leuten war es relativ egal welche Songs der Gitarrengott anstimmte, die Hauptsache war, sie konnten den quietschenden, verzerrten Gitarrenriffs lauschen und dazu so richtig mitgrooven.

Edguy – motiviert, begeisternd und voll mit Power!
Die deutsche Powermetal-Band,
Edguy, hatten vor allem etwas. Power. Ganz viel Power. Nicht nur musikalisch waren sie kraftvoll unterwegs, auch in Sache guter Stimmung zu verbreiten waren sie heldenhaft. Sympathisch und selbstsicher zogen sie ihre Show ab. Sänger und Frontmann Tobias Sammet war sich auch nicht zu schade, den einen oder anderen Witz zu reissen. Quirlig rannten sie die Bühne hoch und wieder runter. So viel Power scheint ansteckend zu sein, denn das Publikum war begeistert und dementsprechend feierten die Leute die Band. Der Band gefiel es, dem Publikum gefiel es, mir gefiel es. Tiptop!

Devil Driver – teuflisch, schnell und berauschend!
Was wäre die Hölle ohne Teufel? So wie der Teufel in die Hölle passt so passten
Devil Driver an das Höllenfest. Die Death-Trash-Metal-Band ist schon einmal im Guinness-Buch der Rekorde verewigt worden. Der Grund für die Ehrung war für nichts Geringeres als für den grössten Circle-Pit, den es je gegeben hat. Hut ab! Allein diese Tatsache liess mich wissen, dass da Profis am Werk waren. Ja das waren sie. Die schnellen, aggressiven Klänge kamen beim Publikum super an. Es gab kein Halten mehr. Der Sänger Bradley James beeindruckte mich auch mit seinem Aussehen, ich finde generell Tattoos im Gesicht sehr beeindruckend. Devil Driver ist nichts für sanfte Gemüter, sondern etwas für standhafte feierwütige Menschen die es mögen, so richtig die Sau raus zu lassen. Für mich definitiv eines meiner Favoritenkonzerte des Hellfestes, jedoch habe ich mir das Spektakel ein Bisschen ausserhalb angesehen. Ich bin ein Mädchen, ich darf das! 🙂

Hatebreed – brachial, aufputschend und unausweichlich!
Bei
Hatebreed kommt mir als erstes genau ein Wort in den Sinn, dieses heisst „Crowdsurfing“. Ich habe noch nie so viele Leute auf den Händen anderer gesehen. Die Security hatten alle Hände voll zu tun, die Surfer sicher wieder auf den Boden zu holen und aufzupassen, dass diese nicht gleich die Bühne stürmten. Sänger Jamey Jasta liess keine Gelegenheit aus das Publikum zu animieren. Diese liessen sich das nicht zwei Mal sagen und feierten wie die Wilden. Da war echt die Hölle los!

Steel Panther – verrückt, amüsant und trotzdem mit viel musikalischem Können!
Wer Steel Panther schon einmal live erlebt hat weiss genau was ich meine, wenn ich sage, es sei ein Bisschen verrückt gewesen. Die Jungs sind sehr auffällig angezogen und stellen sich auch übertrieben dar. Glam! Ganz viel Glam! Sie waren die Paradiesvögel des Hellfestes und wurden wie wild gefeiert. Sie posten was das Zeug hält und liessen so richtig die Rockstars raushängen. Komischerweise wirkte es gar nicht unsympathisch oder übertrieben. Das lag, glaube ich, einfach daran, dass Steel Panther nicht nur gute Poser sind, sondern auch echt begnadete Musiker und Entertainer. Das war ein Spass!

Auch die Bands wie Lizzy Borden, Girlshool, Death Angel und Exodus stiessen auf grossen Anklang. Überhaupt war das Line-Up der Knüller! Auch wenn man sich viele gute Bands gar nicht erst ansehen konnte, weil sie sich mit einer anderen Band überschnitten hatte, die man ebenfalls sehen wollte. Es war ein Fünf-Sterne-Line-Up und liess für mich fast keine Wünsche offen. Gute Musik, gute Stimmung, gutes Festival! Was will man mehr?

Schlussfazit: Das Hellfest ist auf alle Fälle eine Sünde wert. Gelände und Line-Up lassen kaum Träume offen. Einziger wirklicher Minuspunkt sind die sanitären Anlagen, wer da etwas heikel ist, wird sich ärgern. Die Reise in das französische Städtchen Nantes darf auch auf keinen Fall unterschätzt werden, diese ist nämlich alles andere als ein Zuckerschlecken. Wer jedoch Bock auf ein richtig gutes Metal-Festival hat, sollte unbedingt mal in die Hölle. Ich persönlich bereue gar nichts und würde jederzeit wieder gehen. Wenn in eine Hölle, dann in diese! Danke Hellfest, du warst toll!

Text+Bilder: Miriam Ritler

Eingeordnet unter Konzertbericht Schlagworte: Clisson, Festival, Hellfest, Metal, Miriam Ritler

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