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Caskets im KIFF

28/11/25
von Madeleine Fuhrer

Caskets im KIFF

Caskets + The Word Alive

KIFF – Aarau
Donnerstag, 27. November 2025

Text: Madeleine Fuhrer

The Word Alive eröffneten den Abend mit einer Professionalität, die sofort spürbar machte, weshalb sie seit Jahren zu den konstantesten Grössen des modernen Metalcores gehören. Obwohl sie „nur“ als Support auf der Bühne standen, wirkten sie wie eine Band, die jederzeit selbst ein Auftritt im KIFF tragen könnte. Ihr Set bewegte sich geschickt zwischen neueren Releases und Klassikern, die ihre langjährige Entwicklung abbildeten.

Frontmann Telle Smith lieferte eine Darbietung, die sowohl technisch sauber als auch emotional war. Seine Vocals wechselten fliessend zwischen warmen Clean-Melodien und präzisen Shouts, und genau dieser Kontrast liess die Stücke besonders lebendig wirken. Die Band selbst spielte druckvoll und kompakt, jeder Einsatz sass, jede Dynamikveränderung war spürbar.

The Word Alive nahm das Publikum fast mühelos mit. Erste Circle Pits entstanden und die energetischen Refrains verteilten sich über den Raum. Trotz der Vorband-Position wirkte die Show bemerkenswert vollständig – kein Füllmaterial, keine Leerlaufmomente, sondern eine durchdachtes Setting, die uns ideal auf den späteren Caskets-Auftritt vorbereitete.

Als ihr Set endete, war das KIFF bereits auf Betriebstemperatur und man hatte das Gefühl, dass genau dieser Abend eine perfekte Kombination darstellte: zwei Bands, die dasselbe Publikum ernst nahmen, aber auf völlig unterschiedliche Weise berührten.

Schon vor Konzertbeginn war das KIFF von einer spürbaren Erwartungshaltung erfüllt. Die Rückkehr von Caskets nach Aarau war mehr als nur ein weiterer Tourstopp, es war eine Art Neubestimmung für eine Band, die in den vergangenen Jahren durch Höhen wie Tiefen gegangen war. Und es war ihr Tourauftakt.

Das 2023 erschienene Album „Reflections“, das ihnen erstmals weltweite Aufmerksamkeit beschert hatte, schien für viele der endgültige Beweis zu sein, dass dieses Quartett aus Leeds seinen Platz zwischen den modernen Grössen des Alternative Metals verdient hat. Und genau mit diesem Selbstverständnis betraten sie an diesem Abend die Bühne.

Von Beginn an entfalteten sie eine Mischung aus melodischer Weite und strukturierten Breakdowns, die ihr Markenzeichen geworden war. Die Songs wirkten im KIFF noch intensiver, noch direkter. Besonders die neuen Arrangements, leicht gestrafft und live dynamischer, zeigten, wie sehr Caskets an sich gearbeitet hatten.

Frontmann Matt liess einmal mehr keinen Zweifel daran, warum die Band so viele Herzen gewonnen hatte. Seine Stimme balancierte mühelos zwischen fragiler Verletzlichkeit und kraftvoller Entfaltung. Regelmässig ging er auch immer mal wieder auf Tuchfühlung mit den Fans ganz vorne und Caskets gaben sich durch und durch nahbar und sympathisch.

Die Setlist war eine geschickte Mischung aus alten Favoriten und den kraftvollen Stücken ihres Durchbruchalbums „Reflections“. Gerade diese neuen Songs entfalteten live ihre ganze Grösse, die auf Platte nur angedeutet war. Gitarrenwellen rollten über das Publikum, die Drums setzten präzise Akzente und die Band spielte mit einer Sicherheit, die zeigte, dass sie nun endgültig angekommen war. Bei Songs wie „Guiding Lights“ oder „Glass Heart“ gab es kein Halten mehr und die anwesenden Caskets-Musik-Liebhaber:innen gaben alles. Frontmann Telle von The Word Alive schlich sich bei einem Song hinzu und teilte sich ein paar Zeilen mit Matt.

Die Show zeigte sich dunkel, mit dezent optimal gesetzten Licht-Akzenten, abwechselnd mit Strobos oder perfekt gemischten Farbmischungen, welche den ganzen Auftritt noch unterstrichen. Das Bühnenbild war dem Cover ihres neusten Werkes „The Only Heaven You’ll Know“ nachempfunden – rechts und links standen jeweils eines dieser beleuchteten Kirchenfenster.

Die fulminante Show endete mit „Glass Hearts“ und Caskets hatten definitiv nicht einfach ein Konzert gespielt, sondern ein Statement abgegeben. Ein Statement dafür, was möglich ist, wenn man nicht aufgibt, wenn man weiterkämpft, wenn man die eigenen Grenzen neu definiert. Das KIFF erlebte eine Band auf dem Weg nach oben und dieser Abend fühlte sich wie ein Meilenstein an.

Setlist [Quelle: Original Setlist Caskets)
1. Closure
2. Hold Me Now
3. The Only Heaven You’ll Know
4. Martyr
5. D.I.E.
6. Sacrifice
7. Guiding Light
8. Signs
9. Our Remedy
10. Misery
11. Lost In Echoes
12. Glass Heart

Eingeordnet unter Konzertbericht Schlagworte: Aarau, Alternative Rock, Caskets, KIFF, Madeleine Fuhrer, Metal, Metalcore, The Word Alive

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