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Ash – Ad Astra

01/10/25
von Peter Burckhardt

Ash - Ad Astra

Fierce Panda Records / VÖ: 3. Oktober 2025 / Rock
Ash

Text: Peter Burckhardt

Kennt ihr dieses Gefühl, wenn euch ein bestimmter Geruch plötzlich in die Kindheit zurückversetzt? Oder wenn ihr an einem völlig neuen Ort seid und trotzdem sicher seid, schon einmal dort gewesen zu sein? Genau so erging es mir, als ich die neue Platte „Ad Astra“ der nordirischen Band Ash hörte. Ihr Album „1977“ und insbesondere der Song “Girl From Mars” brachten bereits in den Neunzigern meinen Discman zum Glühen, doch nach dem Tod von Tamagotchi Nummer drei, verlor ich die Band aus den Augen. Und nun, beinahe 30 Jahre später, landet „Ad Astra“ auf meinem Tisch, beziehungsweise in meinem Mail-Postfach, und weckt sofort nostalgische Gefühle. Nicht zuletzt wegen Tim Wheelers unverkennbarer Stimme, die zwar keinen The-Voice-Titel gewinnen würde, dafür aber sofort wiedererkennbar und erstaunlich zeitlos ist.

Als spacige Einstimmung eröffnet das cineastisch-futuristische Intro „Zarathutra“. Der erste Song, der sich auch so nennen darf, ist „Which One Do You Want”. Er entfaltet sich auf seidenfeinen Akustikgitarren zu einem geschmeidigen Power-Pop-Track, in dem man sich wunderbar verlieren kann. Mit einem druckvollen Muse-artigen Gitarrenriff reisst uns „Fun People“ schliesslich aus der Schwerelosigkeit und katapultiert Ash – veredelt durch elektronische Spielereien und der Unterstützung von Graham Coxon (Blur) – direkt ins Jahr 2025.

Auch wenn ich ungern Vergleiche ziehe, fällt auf, dass Bands wie Blink-182 oder Weezer ebenfalls in den 90ern gross wurden. Ash schlugen damals mit ihren eingängigen Songs in eine ähnliche Kerbe, haben ihren Sound im Laufe der Zeit aber weiterentwickelt. Auf „Ad Astra“ beweisen sie eine beachtliche musikalische Breite. Die Melodien, die sich festkleben wie Hubba Bubba an der Schuhsohle, bilden noch immer den Kern. Doch das Album hält auch Überraschungen bereit, etwa eine Streetpunk-Version des Harry-Belafonte-Klassikers „Jump In The Line“ oder die bittersüsse Ballade „My Favourite Ghost“. Inhaltlich begeben wir uns in den elf Songs auf eine Reise voller Sehnsucht, Aufbruchsstimmung und tiefgründiger Reflexionen.

Mit „Ad Astra“ navigieren uns die drei „Ashtronauten“ souverän durch ihre Galaxie, in der es scheinbar noch einiges zu entdecken gibt.

Eingeordnet unter Musik-Rezension Schlagworte: Ad Astra, Ash, Peter Burckhardt, Rock

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