
Valhalla – Basel
Montag, 1. Juni 2026
Text & Bilder: Anna Wirz
Montagabend. Eigentlich der natürliche Feind jeder Form von Eskalation. Im Valhalla Basel haben Opal In Sky jedoch eindrucksvoll bewiesen, dass der Wochentag manchmal schlicht keine Rolle spielt.
Opal In Sky, das sind die kanadischen Zwillingsbrüder und Sänger Dylon und Tyson Opalinsky sowie ihre Bandkollegen an Gitarre und Schlagzeug. Die Brüder sind online fast genauso bekannt für ihre witzigen Metal-Sketche wie für ihre Musik. In ihren Videos feiern sie die eigene Szene mit einer gehörigen Portion Selbstironie.
Eine strapaziöse mehrwöchige Europatour lebt allerdings nicht von Humor allein. Dafür braucht es auch musikalische Substanz.
Und die lieferten die Kanadier. In Songs wie «The Artist», «Reflection» und dem herrlichen «Crabs in the Bucket» feuerten sie einen mitreissenden Riff nach dem anderen in die Runde, wechselten mühelos zwischen Cleans und Screams, und bewegten sich mit Leichtigkeit zwischen Härte und Humor.
Besonders schön: Die Gruppentanzeinlagen, bei denen sich das Publikum nicht lange bitten liess. Irgendwann stand gefühlt die ganze Bar synchron in Bewegung – und bei aller Härte hatte das etwas erstaunlich Herzliches.
Die Stimmung war durchgehend absurd gut. So gut, dass man zwischendurch kurz vergessen konnte, dass am nächsten Morgen wieder der Wecker klingeln würde. So gut, dass das Publikum nach dem grossartigen Closer «The Blight» derart beharrlich «One more song!» rief, dass die Band nicht nur eine Zugabe, sondern gleich drei weitere Songs spielte.
Auch Mvsochist als Support machten keinerlei Anstalten, den Abend langsam anzugehen. Im Gegenteil: Die Vorband brachte ihre brutalen Breakdowns mit einer solchen Wucht und Energie auf die Bühne, dass einem beim Headbangen beinahe schwindlig wurde.
Fazit: Ein Montag, der sich benommen hat wie ein Samstag. Einfach grossartig.



























