
Nuclear Blast Records / VÖ: 22. Mai 2026 / Extreme Metal
dimmu-borgir.com
Text: Cyril Schicker
Dimmu Borgir ist von der isländischen Lavaformation Dimmuborgir abgeleitet und bedeutet dunkle Berge respektive dunkle Städte. Auch wenn Dimmu Borgir aus Norwegen stammen, ist der Name Programm – ihre Musik dunkel oder besser gesagt schwarz.
Auch das schiere Gewicht des Albumtitels «Grand Serpent Rising» spricht Bände. Gitarrist Silenoz dazu: «Es passt perfekt. Dimmu Borgir ist ein Leviathan von einer Band in grossem Massstab, und wir erheben uns erneut.» Der Saitenvirtuose führt virtuos weiter aus: «Während die Schlange für manche das Böse repräsentiert, symbolisiert sie für uns etwas anderes: Erneuerung, Wachstum, Wissen und Befreiung. Wir mussten uns öfter häuten als zuvor. Aber das ist gut so. Ich finde, Grossartiges sollte nicht leicht zu erreichen sein.»
Acht Jahre haben Dimmu Borgir seit dem letzten Album «Eonian» gebraucht, um sich zu häuten, zu häuten und zu häuten. Hat sich das Häuten gelohnt beziehungsweise ist «Grand Serpent Rising» so grossartig wie Silenoz das eigene Bandwerk beschreibt?
Ja. Nein. Also Jein.
Bei Dimmu Borgir scheiden sich schon länger die Geister. Bist du der hartgesottene Black-Metal-Fan? Dann ist die Scheibe zu abgerundet, zu allgemeinverträglich, zu kommerziell. Wenn du Freude hast an einem perfekt produzierten Album, das zwar im Extreme Metal verordnet werden kann, vor allem aber viel orchestraler Bombast und Keyboard-Einsätze mit sich bringt: kaufen.
Ich mag Black Metal und störe mich an zu vielen Melodien. Dimmu Borgir legen meine Stirn trotzdem nicht in Sorgenfalten. Auch blute ich nicht aus dem Ohr oder kotze Notenschlüssel. Leicht anders ausgedrückt: Ich persönlich höre «Grand Serpent Rising» nur in voller Lautstärke. Denn genau so kommen Dimmu Borgir am besten zur Geltung.
Aber aufgepasst, noch besser zur Geltung kommt das inzwischen 33 Jahre alte Bandkonstrukt aus Norwegen live. Und, teuflisch gut, Dimmu Borgir beehren anlässlich ihrer «In League With Satan Tour 2026» die Schweiz – und gastieren am 9. Oktober 2026 in der Halle 622, Zürich-Oerlikon.
Hingehen empfohlen.
![]() |


