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Kanine – Album «Khaos» Release Party in Strasbourg

21/04/26
von Sabrina Hänni

Kanine - Album «Khaos» Release Party in Strasbourg

Kanine + Stillbirth + Unhallowed Deliverance

La Grenze – Strasbourg
Samstag, 18. April 2026

Text & Bilder: Sabrina Hänni

Nach einer bequemen Autofahrt in unser schönes Nachbarland Frankreich, wurden meine Begleitung und ich herzlichst von Alex, dem Gitarristen der Band Kanine, in Empfang genommen.  An diesem Abend stand ein spezieller Anlass an: die Elsässer Slam Death Core Band feierte nämlich ihre Album Release Show im kleinen Club «La Grenze» in Strassburg. Khaos heisst ihre neue Platte – und diese ist echt empfehlenswert! Hört mal rein, wenn ihr Lust auf eine geballte Ladung Bassdrops und gute Vibes habt.

Den Abend eröffneten Unhallowed Deliverance, eine Technical Death Metal Band aus dem deutschen Nordrhein-Westfalen. Die Jungs erwähnten direkt, dass dies ihre erste Show in Frankreich sei und sie unglaublich dankbar für das grossartige Publikum seien. Schon nach wenigen Sekunden des ersten Songs waren nämlich auch bereits die ersten Besucher am moshen. Über wilde «Violent Dance Moves» (Karate-Artiges Herumgespringe – für alle die den Begriff bis dato noch nicht kannten 😉) bis hin zu Circle Pits war alles vorhanden. Sänger Arthur hat seine Crowd durchgehend fest in der Hand und feuerte die wilde Meute an sich noch mehr zu bewegen. Wer nach der Show von Unhallowed Deliverance noch nicht aufgewärmt war, hat definitiv etwas falsch gemacht.

Stillbirth, die ihr Genre «Brutal Surf Death Metal» nennen, haben für das aufgewärmte Publikum direkt ordentlich nachgelegt. Die Jungs betraten die Bühne oben ohne, in ihren neon grünen Surfershorts und machten so ihrem gewählten Genre alle Ehre. Was diese Jungs für eine Energie mitgebracht haben – ich war kurzerhand sprachlos! Die Stimmung im Publikum war unglaublich gelassen, die Gesichter der Besucher*innen waren durchgehend mit einem Lächeln versehen. Alle haben wie wild getanzt, geheadbangt, gemosht und sind herumgesprungen wie junge Rehe. Die Crowd war ein friedliches «Miteinander» im Einklang der power geladenen Musik. Dies ist etwas, dass ich btw. an der Metal-Community maximal schätze. Sänger Lukas schreite sich am Mikrofon die Seele aus dem Leib, während seine Saiteninstrument spielenden Bandkollegen die Bühne in Grund und Boden stampften. Auch der Drummer Martin kam ordentlich ins Schwitzen, bei der geballten Ladung an Blast Beats, die er auf dem Programm hatte. Es gab kaum eine Sekunde, in der nicht alle Bandmitglieder in Bewegung waren.  Sehr schön anzusehen war das geniale Zusammenspiel der Jungs im Einklang der Musik. Man merkte ihnen definitiv an, dass sie bereits über Jahre hinweg zusammen auf der Bühne performen und sich blind gegenseitig vertrauen. Über perfekt synchrones Headbangen bis hin zu gezielten Platzwechseln der Gitarristen war alles dabei. Die Jungs aus dem deutschen Hagen haben an dem Abend definitiv den ein oder anderen Fan neu dazu gewonnen – inklusive mir.

Dann, der ersehnte Headliner des Abends, Kanine, schmetterten von Song eins an dem Publikum Bassdrop um Bassdrop ins Gesicht. Wieder und wieder – deutlich spürbar über den Boden und die Wände bis in die hintersten Reihen! Sänger Jay konnte mit seiner Stimme Screamen, als wäre er ein Dämon. Es war unglaublich faszinierend mit anzuhören, wie viele individuelle Techniken er beherrscht und präzise zur Schau stellte. Über «Pig Squeals» bis hin zu hohen oder tiefen Screams ist alles mit dabei. Auch seine Bandkollegen wussten genau, was sie machten. Ihre Gitarren waren tief gestimmt und sie schmetterten technische Riffs um sich, als hätten sie in ihrem Leben nie etwas anderes gemacht. Für die extremen Blastbeats an den Drumms sorgt Yannick, der problemlos zwischen schnellen Beats und groovigen Rythmen um die Bassdrops herum hin und her wechselte. Kanine bleiben ihrem Motto «No Cleans – Just Violence» definitiv treu. Jay feuerte die Fans in französischer Sprache an, sich zu bewegen und einen tollen Abend zu haben – mehr verstand ich leider nicht (hätte ich doch damals im Unterricht besser aufgepasst 😉). Das Publikum enttäuschte die Band nicht. Die ersten Crowdsurfer*innen tauchten auf, die Moshpits wurden grösser, wilder und härter. Es gab ab da kein Halten mehr für die Crowd. Wie es sich gehört für eine harte, «böse» Band, schnappte sich Sänger Jay zum letzten Song seine pinkfarbenen Bubbleblasterguns und seine stylische, pinke mini Sonnenbrille und füllte den Raum daraufhin mit fröhlichen Seifenblasen. Als Abschluss sprang er mitsamt Bubbleblaster ins Publikum und liess sich nochmals richtig von seinen Freunden, Familienmitgliedern und Fans feiern. Was für eine gelungene Releaseparty war das bitte? Ich freue mich jedenfalls auf die nächste Show der Jungs und empfehle allen, die gerne die maximale Dröhnung an hartem Sound haben, auch zu kommen und teil zu nehmen.

 

Unhallowed Deliverance
Unhallowed Deliverance

Unhallowed Deliverance
Unhallowed Deliverance

Unhallowed Deliverance
Unhallowed Deliverance

Unhallowed Deliverance
Unhallowed Deliverance

Stillbirth
Stillbirth

Stillbirth
Stillbirth

Stillbirth
Stillbirth

Stillbirth
Stillbirth

Kanine
Kanine

Kanine
Kanine

Kanine
Kanine

Kanine
Kanine

Kanine
Kanine

Kanine
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Kanine
Kanine

Kanine
Kanine

Kanine

Eingeordnet unter Fotoreportage, Konzertbericht Schlagworte: Deathcore, Kanine, La Grenze, Metal, Sabrina Hänni, Stillbirth, Strasbourg, Unhallowed Deliverance

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