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A. A. Williams im KIFF

21/02/26
von Roger Strebel

A. A. Williams

A. A. Williams + Spotlights

KIFF – Aarau
Donnerstag, 19. Februar 2026

Text: Roger Strebel

Die im Jahr 2013 von Sarah und Mario Quintero und sechs Jahre später durch den Schlagzeuger Chris Enriquez ergänzte Band Spotlights aus Brookklyn (NY) war am vergangenen Donnerstagabend zu Gast im KIFF. Es sei ihr bislang fünfter Auftritt auf einer Schweizer Bühne, meinte Sarah nach der Show am Merch-Stand. Und ja, die Müdigkeit stecke ihnen inzwischen zünftig in den Knochen, seien sie doch bereits drei Wochen unterwegs und es stünden noch weitere Vierzehntage bevor. Aber sie seien ja nicht gekommen, um zu jammern, sondern um Spass zu haben, neue Leute zu treffen und natürlich, um Musik zu machen. Und das taten Spotlights dann auch und warteten mit einem Querschnitt durch ihr musikalisches Schaffen der letzten zehn Jahre auf.

Spotlights

Der hypnotisierende und mäandrierende Doom-Gaze von der Band wartet spätestens seit ihrem letzen Album “Alchemy For The Dead“ mit einer gehörigen Portion Punch auf. Einzelne Songs beginnen zwar zart und schon beinahe zurückhaltend, machen aber sehr rasch einer Gitarrenwand nach der andern Platz und enden in einem monströsen, atemberaubenden Sludge- / Shoegaze-Universum. Schwächstes Glied in diesem Universum war an diesem Abend der Gitarrengurt von Mario, der im Zug einer seiner Highspeed-Einlagen seinen Dienst quittierte. Kein Grund natürlich, sich aus der Fassung bringen zu lassen. Im Gegenteil: kurz reparieren, kurz kommentieren und sogleich die nächsten Sound-Wände aufbauen und das Publikum auf den Main-Act des Abends vorbereiten. Der grosse Applaus des Publikums zeigte, dass Spotlights ihre Aufgabe mit Bravour gemeistert hatten.

Und schon bald leuchtete es hell und nicht zu übersehen von der Bühne: das grosse A. der Londoner Musikerin A. A. Williams und ihrer Band. Auch sie präsentierten einen musikalischen Bilderbogen insbesondere durch ihre Alben “Forever Blue“ und “As The Moon Rests“. Die intensive Mischung in ihren Songs aus schweren Gitarren-Riffs, melancholischen Sythesizer-Klängen und kräftigem Gesang, untermalt von einem fein abgestimmten Drum-Teppich, entführte das achtsame Publikum in entfernte Galaxien und sphärische Traumwelten. Die Anziehungskraft der mystischen Aura von A. A. Williams sorgte gleichzeitig dafür, dass man den Kontakt zum Boden nicht verlor, sondern stets ganz bei sich, ganz im Hier und Jetzt geborgen war.

A. A. Williams

Die Lieder von A. A. Williams atmen den Hauch von Singer-Songwriter-Songs, türmen sich in ihrem Verlauf aber häufig zu monumentalen Post-Rock-Hymnen auf. Sie bieten in jedem Fall aber immer wieder Luft zum Durchatmen. So auch die beiden brandneuen Stücke “Just A Shadow“ und “Wolfes“, die A. A. Williams nicht nur als Live-Performance, sondern auch auf einem Tour-Special 12-Inch mit im Gepäck hatte. Wie nicht anders zu erwarten, kam ich nicht umhin, mir eines dieser in Rauchglas-Farbe gehaltenen Vinyls zuzulegen, um ein Andenken mit nach Hause nehmen zu können. Der Auftritt von A. A. Williams wird aber so oder so im Kopf, im Herzen und im Bauch der Menschen bleiben, die am letzten Donnerstagabend den Weg ins KIFF unternommen hatten.

Eingeordnet unter Konzertbericht Schlagworte: A.A. Williams, Aarau, Doom Metal, KIFF, Metal, Post-Metal, Roger Strebel, Shoegaze, Spotlights

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