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Geschichtsreicher und schauspielhafter Bombast

19/11/25
von Cyril Schicker

Sabaton + The Legendary Orchestra

Hallenstadion – Zürich
Dienstag, 18. November 2025

Text: Cyril Schicker / Bilder: Marion Deck

Wenn Dschingis Khan, Julius Cäsar und Napoleon Bonaparte sich im 20-minütigen Dialog vor rund 11’000 Leuten darüber streiten, wer der Grösste ist, dann ist eines klar: Die grössten sind sie eben doch nicht bzw. grösser sind nur Sabaton.

Die schwedischen Power Metaller haben das Hallenstadion Zürich beeindruckend gefüllt und zum Auftakt ihrer spektakulären Show die drei einstigen Herrscher aka Kaiser aka Moguln aka Welteroberer gegeneinander aufgehetzt. Inmitten der Menge und auf einem mit Fackeln umrandeten Sockel wetzten Khan, Cäsar und Bonaparte verbal die Klingen, bis der Säbel dann eben doch rasselte.

Ein unterhaltsames Schauspiel, das leider nicht allen Sabaton-Fans gefiel, zumindest in dieser Länge nicht. Doch auch dem ungeduldigsten Griesgram und Geschichtsmuffel blieb der Pfiff nach nur einem Sabaton-Riff im Hals stecken, wissen die Schweden doch zu begeistern und fulminant zu starten: als Tempelritter mit dem Song „Templars“.

Sabaton verstanden es auch, nicht nur das neue Album „Legends“ zu präsentieren und spielten sich vor allem durch ihre imposante Hit-Dichte – unter anderem „Primo Victoria“, „To Hell And Back“, „Soldier Of Heaven“ sowie „The Last Stand“. Der Gänsehaut-Garant „Christmas Truce“ durfte natürlich ebenso wenig fehlen und wurde orchestral untermauert.

Auch nicht fehlen durften donnernde Kanonen, Feuersbrünste, Flammenwerfer-Soldat und das filmreife Burg-Bühnenbild mit einem irre-kirre Haufen an Statisten in unterschiedlichsten uniformierten Outfits. Ein Fest fürs Auge (Schauspiel), fürs Ohr (Musik), für die Nase (dufte Pyro), für die Zunge (lecker Kanonenfutter). Quasi ein Metal-Fest für fast alle klassischen Sinne. Hätten Sabaton noch den Tastsinn betört, hätte sich das wohl angefühlt wie von einem Bajonett herausgeschnittene Eigenweide. Ein Tastspektakel eben.

Apropos Spektakel: Auch die Vorband The Legendary Orchestra boten eine starke Show – mit ausschliesslich Sabaton-Songs. Wo Sabaton draufsteht, steckt wahrlich Sabaton drin. So ganz anders ausgedrückt: Die „Legendary Tour“ bietet Theater, Unterhaltung und Geschichtsunterricht, allesamt mit beispiellosem Bombast.

Bombastisch wäre übertrieben, aber sie waren vor allem beispiellos: die Live-Ansagen von Sabaton. Jedes Bandmitglied kam zum Zuge, Hierarchie gab’s dabei keine, dafür viel Sympathisches. Nähkästchenplauderei inklusive – das erste Schweizer Konzert von Sabaton war in irgendeinem Club irgendwo im Nirgendwo resp. in Uster, im Zürcher Oberland. Hierzulande hätten die schwedischen Erfolgsmetaller noch nie vor so vielen Menschen gespielt.

PRIMO VICTORIA, sage ich da nur.

Sabaton Setlist Hallenstadion, Zurich, Switzerland, The Legendary Tour Europe 2025
Eingeordnet unter Konzertbericht Schlagworte: Cyril Schicker, Hallenstadion, Metal, Sabaton, The Legendary Orchestra, Zürich

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