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SUMMARY: James McMurtry
DESCRIPTION: James McMurtry\n«Back before Napster and Spotify\, we toured t
 o promote record sales. Now we make records to promote tour dates»\, sagt d
 er grosse James McMurtry aus Austin\, Texas. Sein 11tes Album «The Black Do
 g & the Wandering Boy» – das erste seit dem Tod seines Vaters\, des Schrift
 stellers Larry McMurtry\, im Jahr 2021 – präsentiert eine Meditation über d
 as Älterwerden und den Tod in zehn rauen Story-Songs\, die aber viel zu klu
 g klingen\, ... [Read more...]
X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html: <p><a href="https://www.jamesmcmurtry.com/" r
 el="noopener" target="_blank">James McMurtry</a></p><p>«Back before Napster
  and Spotify\, we toured to promote record sales. Now we make records to pr
 omote tour dates»\, sagt der grosse James McMurtry aus Austin\, Texas. Sein
  11tes Album «The Black Dog & the Wandering Boy» – das erste seit dem Tod s
 eines Vaters\, des Schriftstellers Larry McMurtry\, im Jahr 2021 – präsenti
 ert eine Meditation über das Älterwerden und den Tod in zehn rauen Story-So
 ngs\, die aber viel zu klug klingen\, um in einer klar umrissenen Wischiwas
 chi-Wischundweg-Kategorie schubladisiert zu werden.</p><p>Oft zugleich witz
 ig und traurig\, schlägt McMurtry ein neues Kapitel seiner verdaamp langen 
 Karriere auf. In Zusammenarbeit mit Don Dixon\, der bei den ersten beiden R
 .E.M.-Alben mitgewirkt hat\, verarbeitet McMurtry Spuren seiner Vergangenhe
 it zu neuen Songs. Er sammelt kleine Ideen und bewahrt sie jahrelang\, manc
 hmal sogar jahrzehntelang auf. Daraus entstehen irgendwann präzis hingeworf
 ene Charakterskizzen\, untermalt mit rollenden Gitarren\, Barroom-Harmonien
 \, Banjofragment und Schnurregiige.</p><p>Ein Mechaniker liegt zwischen Ers
 atzteilen auf dem Garagenboden und sinniert darüber\, ob er sich seine Freu
 ndin weiter leisten kann. Der Titelsong hat seinen Namen von zwei Halluzina
 tionen des an Demenz erkrankten Larry McMurtry. James verband diese Wahnvor
 stellungen in einem Song mit straffen Gitarrenriffs und einem fiktiven Erzä
 hler\, der von einem schwarzen Hund und einem umherirrenden Jungen halluzin
 iert\, während in seinem Kopf «Weird Al»-Songs laufen. «South Texas Lawman»
  handelt von einem berittenen\, Wachteln jagenden\, chronisch fremdgehenden
  Sheriff und entstand aus einer Gedichtzeile eines Freundes des McMurtry-Cl
 ans: «Dwight wohnte in den 70er Jahren bei uns\, als wir in Virginia lebten
 . Während eines Besuchs schrieb er dieses Gedicht über die Einstellung sein
 es Vaters gegenüber Südtexas. Er schrieb es auf einen Karton\, auf den ich 
 vor einiger Zeit wieder gestossen bin. Darin gab es eine Zeile über die Jag
 d auf Wachteln zu Pferd\, das war der Keim für den Song. Das Gedicht habe i
 ch seitdem verloren.»</p><p>Wie seine eher in der dritten Halbzeit ihres Le
 bens stehenden\, hart arbeitenden\, vom Pech verfolgten Charaktere (McMurtr
 ys scharfer Blick für sympathische Arschlöcher!)\, die «The Black Dog & the
  Wandering Boy» bevölkern\, weiss auch der so einfühlsame wie einfallsreich
 e Storyteller McMurtry nicht immer\, was als Nächstes passieren wird: «Man 
 folgt den Worten\, wohin sie einen auch immer führen. Wenn du einen Charakt
 er findest\, kannst du vielleicht seine Geschichte erzählen. Wenn man sie i
 n eine Strophe-Refrain-Struktur setzen kann\, bekommt man vielleicht einen 
 Song.» Und das kann dauern. Sechs Jahre\, wie bei «Complicated Game» (2015)
 \, seinem 9ten Meisterwerk. «I’ve got a cup of black coffee so I don’t get 
 lazy / I’ve got a rattle in the dashboard driving me crazy // If I hit it w
 ith my fist\, it’ll quit for a little while / Gonna have to stop to smoke i
 n another mile / Headed into town gonna meet you at the mercantile / Take y
 ou to the Sonic get you grinning like a crocodile.»</p><p>Immer mehr jünger
 e Singer/Songwriter wie Sarah Jarosz – die auf dem neuen Album mitspielt – 
 und Jason Isbell – auf dessen Tournee McMurtry dabei war – geben James McMu
 rtry als prägenden Einfluss an. Letzterer sagt: «One of my very few Songwri
 ters on Earth and these days he's working at the top of this game». Er besi
 tze die Gabe\, die Zuhörer mit einer Zeile zum Lachen zu bringen\, um sie m
 it der nächsten zu tollschocken.</p><p>​Auch der gereiftere John Mellencamp
  ist ein grosser McMurtry-Fan & produzierte das tolle «Too Long in Wastelan
 d» (1989). Das Album «Childish Things» (2005) ist mittlerweile ein American
 a-Klassiker\, mit Preisen überhäuft hielt es sich sechs Wochen lang an der 
 Spitze der American Music Radio Chart. Ein Lichtblick in dunklen Zeiten\, d
 ass dieser grosse Künstler endlich wieder einmal rausfindet aus dem trümlig
 en ICE-MAGA-PALANTIR-Knast und erneut auf unserer allerletzten Freiheitsins
 el Songs von wahrhaftiger und betörender Menschlichkeit zum Besten gibt.</p
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